Verfolgungsjagd mit der Polizei endete in Häuserwand

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Heute Morgen gegen 2.40 Uhr, beobachtete eine Streifenwagenbesatzung der Velberter Polizei einen schwarzen Mercedes S350, der durch die Innenstadt von Velbert-Mitte fuhr, so die Polizeiangaben.

Am Steuer der großen Luxuslimousine saß ein auffallend junger Mann. Deshalb entschlossen sich die Beamten das Fahrzeug zu kontrollieren, als dieses von der Poststraße in die Offerstraße einbog. Doch kaum leuchteten vom Dach des Streifenwagens deutliche Anhaltezeichen, beschleunigte der Mercedes seine Fahrt über die innerstädtische Straße. Als der hinterherfahrende Streifenwagen daraufhin auch noch das Blaulicht einschaltete, um auf sich aufmerksam zu machen, schaltete der Mercedes-Fahrer seine Fahrzeugbeleuchtung komplett ab. Gleichzeitig wurde der S350 offenbar mit starker Motorleistung beschleunigt und raste mit weit mehr als 100 km/h davon.
Am Ende der Offerstraße, wo diese in die quer verlaufende Noldestraße mündet, verlor der Fahrer des Mercedes, gerade noch im Sichtbereich der Beamten, die Kontrolle über die schwere Limousine. Trotz starker, ABS-unterstützter Notbremsung auf den allerletzten Metern, überquerte der PKW die Noldestraße und deren Gehweg in Höhe des Hauses Nummer fünf. Mit großer Wucht prallte die Limousine dann in die Hauswand und kam mit der Fahrzeugfront in Praxisräumen des Gebäudes zum Stillstand. Geschützt durch Sicherheitsgurt und ausgelöste Airbags überstand der 20-jährige Mercedes-Fahrer aus Velbert die schwere Kollision dennoch äußerlich unverletzt. Der ansprechbare junge Mann konnte das stark beschädigte Fahrzeug durch eine rückwärtige Türe eigenständig verlassen. Er wurde mit einem angeforderten Rettungswagen in ein örtliches Krankenhaus gebracht, wo er zur ärztlichen Behandlung und weiteren Beobachtung zunächst verblieb.

Konkretere Angaben zu seinem Fahrverhalten machte der junge Mann gegenüber der Velberter Polizei nicht.


Ein durchgeführter Alkoholtest ergab Hinweise auf eine nur leichte Alkoholisierung, ein Drogentest verlief ohne Befund. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei ist der 20-jährige Mercedes-Fahrer jedoch nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Ein entsprechendesStrafermittlungsverfahren wurde eingeleitet. Beim Unfallgeschehen entstand ein geschätzter Gesamtsachschaden in Höhe von mehr als 100.000 Euro. Der nicht mehr fahrbereite und totalbeschädigte Mercedes wurde von einem örtlichen Unternehmen geborgen und abgeschleppt. Verantwortliche für das beschädigte Haus
und die betroffenen Praxisräume wurden informiert und übernahmen deren Sicherung.

Die polizeilichen Ermittlungen im eingeleiteten Strafverfahren, nach inzwischen abgeschlossener Unfallaufnahme, dauern aktuell weiter an.
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