„Wir sind immer zuerst für die Menschen da, die bei uns arbeiten“

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Das Jahres-Pressegespräch der WFB Werkstätten fand in diesem Jahr in der Langenfelder Werkstatt zur Arbeitsförderung statt, in der Menschen mit psychischen Krankheitsbildern Arbeit finden. Für den Berufsbildungsbereich wurde – zur Trennung vom normalen Produktionsbetrieb – durch mobile Wände ein eigener Arbeitsraum geschaffen.
 
Immer wieder gerne demonstrieren die Mitarbeitenden der Sebo-Staubsaugerdüsen-Montage in der WFB Velbert ihre Arbeit, wie zum Beispiel hier im Rahmen des jährlichen Adventsbasars.
Kreis-Werkstätten für Menschen mit Behinderung stellen Jahresergebnis 2016 vor. Die Mitarbeitenden stehen klar im Mittelpunkt jeglichen Handelns.

Kreis Mettmann. Im Jahres-Pressegespräch der WFB Werkstätten des Kreises Mettmann machte Aufsichtsratsvorsitzender Reinhard Ockel gleich zu Beginn deutlich, was den WFB wichtig ist: „Ungeachtet aller Zahlen, die wir Ihnen vorstellen, stehen für uns immer unsere Mitarbeitenden im Vordergrund. Wir sorgen für ihre berufliche Integration und ihre Teilhabe am Arbeitsleben.“ Mit ihren Angeboten für geistig behinderte und psychisch kranke Menschen hätten die WFB einen festen Platz im Kreis Mettmann.
„Viele reden von Inklusion und kriegen sie nicht hin. In den WFB wird mit den Betroffenen, Eltern und Betreuern gesprochen und nicht über sie“, ergänzte Geschäftsführer Klaus Przybilla. 150.000 Euro der Investitionssumme 2016 seien in Umbau-Maßnahmen geflossen, die aufgrund der steigenden Zahl an älteren und schwerst-mehrfach behinderten Mitarbeitenden notwendig waren. „Hier greift unser wichtigstes Prinzip, Arbeit und Produkte an die Möglichkeiten der behinderten Menschen anzupassen“, so Przybilla.
Für das Jahr 2016 stellten Ockel und Przybilla ein positives Ergebnis vor. Nach einem Produktions-Jahresumsatz von 3,77 Mio. Euro im Vorjahr konnten die WFB diesen Wert 2016 auf 3,98 Mio. Euro steigern. Mit einer stabilen Auslastung der Arbeitsbereiche vor allem durch Stammkunden-Aufträge wurden etwa zwei Drittel des Umsatzes in den Bereichen Montage und Verpackung erwirtschaftet. Das daraus resultierende Jahresergebnis von 1,12 Mio. Euro geht komplett in die Rücklagen. „Diese werden wir zukünftig dringend benötigen, weil mit den Erstattungen der Leistungsträger keine auskömmliche Finanzierung mehr möglich sein wird", betonte Klaus Przybilla. Die von den Hauptleistungsträgern Landschaftsverband Rheinland und Agentur für Arbeit erstatteten Pauschalbeträge pro Mitarbeitendem plus Zuschüssen für Personalkosten, Mahlzeiten, Beförderung usw. stiegen nicht in dem Maß, wie es für ein kostendeckendes Wirtschaften nötig wäre.
In seiner Rückschau auf den 40. Geburtstag der GmbH 2016 erinnerte Reinhard Ockel an die diversen Feiern mit den Mitarbeitenden in ihren Werkstätten, mit den Angestellten im Neandertal sowie an den Festakt mit geladenen Gästen Anfang Dezember in der Werkstatt zur Arbeitsförderung in Langenfeld. „Und mit der neuen Homepage hat sich die GmbH selbst ein schönes Geschenk gemacht. Sie ist modern gestaltet und wird gut angenommen“, sagte Ockel.
Umstieg auf DIN EN ISO 9001:2015
Nach internen Schulungen der Führungskräfte und einer entsprechenden Information des Aufsichtsrates im Rahmen einer Klausurtagung stellten die WFB Werkstätten Anfang Mai 2017 mit dem Re-Zertifizierungs-Audit erfolgreich auf die neue Version der DIN EN ISO 9001:2015 um.
Bundesteilhabegesetz führt zu ersten Veränderungen im Werkstattalltag
Als erste Auswirkung des Ende 2016 verabschiedeten Bundesteilhabegesetzes wird im Herbst zusammen mit einem neuen Werkstattrat, dem Betriebsrat der Mitarbeitenden, auch erstmalig eine Frauenbeauftragte aus den Reihen der behinderten Menschen gewählt. Neben dem schon immer vorhandenen Mitwirkungsrecht sieht die Anpassung der Werkstätten-Mitwirkungsverordnung (WMVO) ab sofort auch umfangreiche Mitbestimmungsrechte vor. „Wir treffen hier keine wichtige Entscheidung ohne den Werkstattrat“, betonte Klaus Przybilla.
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Jürgen Steinbrücker aus Langenfeld (Rheinland) | 09.11.2017 | 11:13  
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