Ziel ist ein ausgeglichener Haushalt im Jahr 2016

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Velbert: Rathaus | Im Rahmen der Vorstellung des Haushaltsplanentwurfs für das Jahr 2014 verkündete Kämmerer Sven Lindemann, dass die Velbert Marketing Gesellschaft (VMG) „perspektivisch aufgelöst werden soll“.
So sollen die vier Tätigkeitsfelder der VMG in Zukunft verteilt werden. „Der Bereich Stadtwerbung kann von der Stadt selber in die Hand genommen werden“, erklärte Lindemann. Das Veranstaltungsmarketing könne die Kultur- und Veranstaltungs-GmbH (KVV) übernehmen und das Tourismusmarketing solle in die Zuständigkeit des Kreises fallen. „Ich bin der Meinung, dass die Händler den Bereich Stadtteilmarketing übernehmen sollten. Natürlich muss die Stadt mit den Händlern zusammenarbeiten, aber überwiegend sind sie selber verantwortlich“, so Lindemann.

Doch auch „Positives“ wusste der Bürgermeister zu berichten: „Wir erwarten ein Defizit von 2,5 Millionen Euro. Natürlich will ich ein solches Defizit nicht bejubeln, doch wir sind Schlimmeres gewohnt und es ist immerhin das kleinste Haushaltsdefizit, das dem Velberter Stadtrat seit Einführung des kaufmännischen Rechungswesens im Jahr 2005 vorgelegt wird“, so Freitag. Zudem könne sich die Stadt Velbert nun um immerhin 5,4 Millionen Euro entschulden.
Und weiter: „Wir sind mittlerweile nah an der schwarzen Null und es wird weiterhin Verbesserungen geben“, so Freitag. „Im Jahr 2016 wollen wir einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren, hier noch mit Landeshilfe, im Jahr 2017 dann einen originär ausgeglichenen Haushalt ohne Landeshilfe“, ergänzt Lindemann. Somit sei die Krise der Jahre 2009 und 2010 überwunden.
„Wir haben die schlimmste Haushaltskrise der Stadt Velbert erfolgreich gemeistert und mit etwas Disziplin, Durchhaltevermögen und dem notwendigen Quäntchen Glück werden ab 2016 ein neuer Stadtkämmerer und ein neuer Bürgermeister ausgeglichene Haushalte präsentieren.“

Sekundarschule weiterhin Thema

Auch zum Thema Bildung gab es Gesprächsbedarf: Dass eine Sekundarschule in Velbert entstehen soll, ist keine Neuigkeit. „Beide Standorte, die dafür in Betracht gezogen wurden, sollen nun berücksichtigt werden, so dass die dreizügigen Jahrgangsstufen fünf bis acht an der Hardenberg Schule in Neviges und die Jahrgangsstufen neun bis zehn an der Heinrich-Kölver-Schule in Tönisheide unterrichtet werden“, sagt Freitag.
Nach dieser Legislaturperiode würde die Stadt allein in Schulen und Kindergärten weit über 30 Millionen Euro investieren, unter anderem wird die Grundschule Frohnstraße grundsaniert (1,2 Millionen Euro) und im Nikolaus-Ehlen-Gymnasium werden Aula und Turnhalle saniert (400.000 Euro).
Hinzu kommen wichtige Investitionen im Feuerwehrbereich mit rund 1,1 Millionen Euro sowie bereits beschlossene Maßnahmen, wie die Sanierung des Sportplatzes Nizzatal und der Einrichtung des Veranstaltungshauses und Jugendzentrums Höferstraße. Die Aufzählung mache deutlich, dass auch im nächsten Jahr „nachhaltig“ vor allem dort investiert werde, wo Kinder und Jugendliche sind.
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