Naturkinder aus Velbert pflanzen eine Esskastanie

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Gemeinsam mit ihren Erziehern Steffi Meiß und Ingo Körwin sowie mit Paul Schulte, Bundesfreiwilligendienst-Leistender, pflanzten die Jungen und Mädchen am ersten Internationalen Tag des Waldkindergartens eine Esskastanie in der Nähe ihrer Sammelstelle. Gespendet wurde der Baum durch die Eltern der Vorschulkinder.
Velbert: Bernsmühle | Paul stemmte die schwere Gießkanne, um den noch kleinen Baum mit Wasser zu versorgen, Noah hatte zuvor ordentlich Erde geschippt, damit er fest und sicher im Boden steht. Und auch die anderen Jungen und Mädchen des Kolping-Kindergartens "Wurzelland" packten fleißig mit an.  Denn gemeinsam mit ihren Erziehern pflanzten die Kinder eine Esskastanie in der Nähe ihrer Sammelstelle. Diese befindet sich mitten im Wald, in der Nähe der Bernsmühle im Hespetal. Hier halten sich die Drei- bis Sechsjährigen wochentags auf - ja richtig: Nicht in einem Gebäudekomplex mit verschiedenen, umfangreich möblierten Räumen, sondern draußen zwischen Bäumen, Sträuchern und Krabbeltieren.

Das Konzept eines Waldkindergartens unterscheidet sich nunmal vor allem bei den räumlichen Begebenheiten von anderen Kindertagesstätten, aber auch die pädagogischen Inhalte haben einen anderen Schwerpunkt. "25 Jahre ist es her, dass der erste Waldkindergarten eröffnet wurde", informiert Reinhild Gusy, Leiterin des Kolping-Waldkindergartens "Wurzelland". Ein Grund zu feiern: Und so fand am Donnerstag der erste Internationale Tag des Waldkindergartens unter dem Motto "Naturkinder weltweit Hand in Hand" statt. Auch die 19 Kinder der Velberter Einrichtung beteiligten sich mit ihrer Aktion daran. "Das ist der erste Tag dieser Art, eine Initiative der Arbeitsgemeinschaft Waldkindergarten Niedersachsen-Süd hat ihn aus Anlass der Gründung des ersten anerkannten Waldkindergartens vor 25 Jahren in Flensburg ausgerufen."

"Lasst uns unsere Erde schützen!"

Das ist inzwischen ein Vierteljahrhundert her, seitdem nahm die Entwicklung der Wald-, Natur- und Wildnispädagogik Fahrt auf und ist heute im Kontext der Themen Naturerleben und Umweltbildung, Ressourcenbewusstheit und Gesundheitskompetenz zeitgemäß und zunehmend gefragt. Weltweit beteiligten sich am Donnerstag Wald-Kitas, Waldspielgruppen und Waldschulen in 20 Ländern; alle „Waldkinder“ artikulierten an diesem Tag ihr Anliegen: "Wir sind hier, weil es um unsere Zukunft geht! Lasst uns unsere Erde schützen!"

Die insgesamt 19 Kinder des "Wurzellandes" pflanzten eine Esskastanie - den Baum des Jahres 2018 - mit dem Ziel, dem Wald etwas zurückzugeben als Dank für das kostbare Naturerleben und Verwurzeln in den ersten Kindheitsjahren. Außerdem wurde gesungen, so schallte es laut durch den Wald: "Ich bin ein Waldkind!" Dabei handelt es sich um ein Lied, das speziell aus Anlass dieses Tages komponiert wurde.
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