Rheinische Bauern: „Wir machen Korn“

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Martin Dahlmann, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Mettmann. (Foto: Maren Menke)

Bauern hoffen auf besseres Erntewetter


Da sind sie wieder: die rheinischen Bauern werben mit einem neuen Plakat. Passend zur kommenden Ernte geht es dabei um das Thema „Korn“ und das aus guten Gründen, so der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV). „Um die Gerste ernten zu können, muss einige Tage die Sonne geschienen haben, sodass das Korn trocken ist. Sonst ist die Feuchtigkeit in den Körnern zu hoch und das Getreide kann nicht gelagert werden“, erklärt Martin Dahlmann, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Mettmann. „Die Bauern hoffen jetzt, dass die Ernte nicht zur Hängepartie wird.“

Warten auf Sonnenschein


Die Bauern warten zurzeit auf Sonnenschein. In diesen Tagen beginnt üblicherweise die Gerstenernte, die den Trend für das Ergebnis der Getreideernte anzeigt. Vieles spricht dafür, dass die Ernte unter Umständen nicht das Niveau des Vorjahres erreichen kann. „Grund dafür ist der andauernde Regen. So hat es bei der Blüte des Weizens nur geregnet, daher sind die Ähren teilweise nicht vollständig besetzt. Zu hoffen bleibt, dass keine weiteren Qualitätsprobleme drohen. Die meisten Landwirte haben sich auf die schwierigen Bedingungen mit entsprechenden Pflanzenschutzmaßnahmen ausgerichtet“, erklärt Dahlmann. Auch Zuckerrüben und Mais würden im Wachstum unter Staunässe leiden. Dem Boden fehle Sauerstoff. Dies sei aktuell an vergilbten Pflanzen zu erkennen.

Die Vollkosten könnten nicht gedeckt werden.


Die Getreidepreise haben aktuell den tiefsten Preis seit fünf Jahren erreicht. Pro Dezitonne Weizen würden den Ackerbauern rund 4 Euro fehlen, wenn der Preis so bliebe. Die Vollkosten könnten nicht gedeckt werden.
Mit dem Plakat „Wir machen Korn“ wollen die Bauern auf die Vielfalt der erzeugten Lebensmittel hinweisen. Auf jedem Essenstisch finden sich Körner. Sei es im Müsli, im Brot oder sogar Bier, die Deutschen lieben Getreide in jeglicher Form. Mit Mehl aus Hafer, Weizen, Dinkel und Co. werden auch Pizza, Nudeln, Kuchen und Plätzchen produziert. Diese Vielfältigkeit ist es, die Getreide zu einem Grundnahrungsmittel macht, stellt der RLV fest. Im Rheinland wird am häufigsten Weizen (107.000 Hektar) angebaut, gefolgt von Gerste im Umfang von 35.000 Hektar. Danach folgen Mais, Roggen und Hafer.
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