17 .Juni 1953 " Ein Historisches Datum was nie vergessen werden sollte " ....

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  Denn immer wenn ich die Flüchtlingsausweise meiner Eltern in der Hand halte ,wird mir bewusst ,das ein Leben in Freiheit & Demokratie zu keiner Zeit eine Selbstverständlichkeit ist .

Denn am 17.Juni 1953 staute sich die Unzufriedenheit der DDR Bürger bis ins Unermeßliche,sodass es zum Volksaufstand kam.

Denn sie forderten:

1.Auszahlung der Löhne nach alten Normen,,
2. Sofortige Senkung der Lebenshaltungskosten,
3.Freie und geheime Wahlen ,
4.Keine Maßregelungen von Streikenden und Streiksprecher .

Resolution Ostberliner Arbeiter ,
verlesen im RIAS .

(Quelle:Guido Knopp,DER AUFSTAND 15.Juni 1953)

Doch nur mit schwere Sowjetpanzer konnte dieser Aufstand zerschlagen werden.

Doch nach den Erzählungen meiner Eltern ,war niemand mehr sicher ,der sich gegen das DDR Regime auflehnte .
Und da mein Vater aus dem Westen war ,war er natürlcih sehr gefährdet ,sowie auch meine Mutter und meine drei Geschwister .

Denn das SED Regime verkaufte diesen Arbeiteraufstand vom 17.Juni 1953 rückblickend ja als westlich gesteuerten Faschistischen Putsch.

Doch alle Bürger der DDR mussten die Konsequenzen dieses Arbeiteraufstand mittragen.

Denn nach dem 17. Juni lies der Sekretär des Schriftstellenverbandes in der Stalinallee Flugblätter verteilen ,auf denen zu lesen war,daß das Volk das Vertrauen der Regierung verscherzt habe und es nur durch verdoppelte Arbeitsleistung zurückerobern könnte.


Zitat Bertolt Brecht: "Die Lösung "

Wäre es da nicht besser ,die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?

(Quelle:Guido Knopp ;Der Aufstand /17.Juni )


Meine Eltern haben sich jedoch frühzeitig aus der DDR abgesetzt ,weil sie eine Vorahnung hatten ,was nicht nur mit den DDR Bürgern geschehen würde,sondern ganz besonders auch mit all den Menschen aus Westdeutschland ,die zur Zeit im Osten lebten oder sich dort aufhielten .


Und deshalb wurden meine Eltern zu Flüchtlinge im eigenen Land .

Denn die Kumpels meines Vaters rieten ihm damals ,dringend gen Westen zu gehen.....

Und das taten die Eltern dann auch ,jedoch getrennt,was ihnen sicherer erschien.

Vater mit einem Kind (5 Jahre)
Mama mit zwei Kinder (3 + 1 Jahr )

..und trafen sich dann erstmals in Bayern wieder ,obwohl Flüchtlinge dort auch damals schon nicht gerne gesehen waren ,selbst wenn sie Deutsche waren .

Seltsam ....
Aber so isses gewesen .

Doch meine Eltern nahmen zum damaligen Zeitpunkt alle Herausforderungen auf sich ,um in Freiheit & Demokratie leben zu können .

Und dafür bin ich ihnen heute noch sehr dankbar .

Denn ich wurde als 5. Kind von Sechsen im Jahre 1961 geboren .

In Freiheit und ohne Mauern .


Doch die Erfahrungen/Entbehrungen dieser seltsamen, aber auch gefährlichen Flucht 1953 aus dem eigenen Land ,hat ganz besonders meine Mutter ein ganzes Leben lang geprägt.

Denn sie musste damals ihren Vater und ihre Geschwister einem diktatorischen Regime überlassen,was sie in ihren selbstbestimmten Leben in Freiheit nie so ganz verarbeitet hat .

Doch sie musste sich entscheiden .

Und sie hat sich entschieden .


Für Freiheit & Demokratie .
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