CDU-Stadtverband Velbert: Stadt muss sich besser verkaufen

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René Hofmann, CDU-Parteivorsitzender in Velbert.
„Die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Velbert muss schnellstmöglich verbessert werden“, das fordert jetzt der CDU-Stadtverband Velbert. „Gelingen kann das nur, wenn die Stadt sich in ihren Presseveröffentlichungen inhaltlich besser aufstellt und auch neue Kommunikationswege nutzt“, erläutert der neu gewählte CDU-Parteivorsitzende René Hofmann. „Eine klassische Pressestelle, die sich darauf beschränkt Termine anzukündigen und über Veranstaltungen zu berichten, ist nicht mehr zeitgemäß“. 

Grundsätzlich werde anerkannt, dass es bereits Aktivitäten der Stadt gebe, die in die richtige Richtung gehen. Das Ratsinformationssystem ermögliche Bürgern den Zugang zu Sitzungsvorlagen und auch bei Facebook sei die Stadt versucht, durch eigene Veröffentlichungen für Transparenz zu sorgen. Doch das reiche aus Sicht der Christdemokraten nicht aus. Hier müsse man dem Bürger entgegenkommen und den Zugang zu den sachlichen Informationen deutlich vereinfachen. „Wenn ich vom Bürger erwarte, dass er sich erst unzählige Dokumente und Vorlagen besorgt, um sich dann durch das Dickicht der bürokratischen Formulierungen zu kämpfen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn das Wesentliche erst gar nicht ankommt“, so Hofmann. Auch was die städtische Seite auf Facebook angeht, besteht aus Sicht des Vorsitzenden, der beruflich selbst in der IT-Branche tätig ist, erheblicher Verbesserungsbedarf.  „Wenn durch die Stadt dort nur Termine eingestellt werden, ist es nicht überraschend, dass man die Zahl der „Follower“ an einer Hand abzählen kann“.

Führungspersonen der Stadtverwaltung sind in der Pflicht


Hier seien aus Sicht der Union alle Führungspersonen der Stadtverwaltung in der Pflicht. „In Abstimmung mit dem Bürgermeister sollten die Leiter aller Fachabteilungen aktiv in den Kommunikationsprozess eintreten und deutlich machen, wie Informationen an die Bürger vermittelt werden können“. Es könne nicht angehen, dass man den Diskussionsprozess über wichtige Projekte und Vorhaben der Stadt einer Szene in den sozialen Netzwerken überlasse, die Halbwahrheiten und Verschwörungstheorien verbreiten. „Sachliche und fachliche Informationen müssen hier von offizieller Stelle zur Richtigstellung genutzt werden“, so der Parteichef abschließend.

Bei dem Fraktionsvorsitzenden Manfred Bolz stößt die Forderung der Partei auf offene Ohren: „Wir werden das Thema diskutieren und dann sicherlich einen entsprechenden Antrag einbringen“.
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