Das operative Geschäft mit den Kindergartenkindern – und man kann einfach nichts dagegen machen

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Eltern zu sein bedeutet unter anderem sich im Laufe der Zeit die Frage zu stellen " in welchem Kindergarten melde ich mein Kind an?" Man besucht Kindergärten, führt Gespräche, stellt Fragen - oder auch nicht und meldet sein Kind nach bestem Wissen und Gewissen an. Und es geht los. Nach einer Zusage, welche von Kriterien abhängt die ich nicht weiter erläutern möchte, beginnt also der Kindergartenalltag und somit auch das operative Geschäft.
Da wir nun fast 3 Jahre überstanden haben, kann ich rückblickend sagen , dass der Kindergarten in seiner Qualität mit dem Träger der Einrichtung steht und fällt.
Mittlerweile herrschen in unserem evangelischen Kindergarten Zustände, die man kaum glauben kann aber wirklich wahr sind. Eine Leitung besitzen wir seit einem Jahr schon nicht mehr, Aktivitäten mit den Kindern finden kaum statt oder müssen aus Personalmangel abgesagt werden, Vorschulunterricht bzw. Angebote der Grundschule werden nicht wahrgenommen und Kinder jeglicher Altersklassen bleiben unbeaufsichtigt.
Es wurde sogar vom Presbyterium mitgeteilt, dass Kinder deren Eltern nicht berufstätig sind zu Hause bleiben sollen, da der Personalmangel zur Zeit auf Grund von Krankheit zu hoch sei. Bei einem Kindergarten wo sonst alles rund läuft sicherlich kein Problem, hier allerdings schon, denn bei so viel Ignoranz durch den Träger, muss ich mal kurz auf den bestehenden Betreuungsvertrag verwaisen und auf das Essensgeld welches sich dadurch nicht verkürzt sondern munter weiter vom Konto durch den Träger abgebucht wird wohlgemerkt der gleiche der vorgibt sein Kind zu Hause zu lassen.
Kinder werden bestraft bzw. ausgeschimpft für Aktivitäten welche sie verüben konnten auf Grund der Tatsache, dass die Aufsicht durch die Erzieher nicht gegeben wahr- vom Prinzip nicht verkehrt aber wer bitte schimpft mit den Erziehern bzw. mit dem Träger für die mangelnde Betreuung ?

Der Stand heute : es befinden sich mehr Praktikanten und Schüler zu Betreuung in unserem Kindergarten als Erzieher, gute Kräfte lässt man von dannen ziehen aus Gründen der Konfession. ( ja richtig und das bei den Evangelisten) Und die nette Dame aus dem Presbyterium welche für uns zuständig ist, habe ich, seitdem ihr Sohn eingeschult wurde, in unserem Kindergarten nicht mehr gesehen.

Den Elternbeirat um Hilfe zu bitten kann man sich auch schenken, denn obwohl hier Eltern sitzen welche sicherlich teilweise etwas ändern wollen, habe ich in den letzten Jahren hierfür keinerlei Ansatz gesehen sondern musste resignierend feststellen, dass es eher zu Einbußen an Aktivitäten kam.

Leider gibt es keine 100% Sicherheit auf einen optimalen ausgeglichenen Kita Platz besonders nicht in diesen Zeiten jedoch denke ich nicht, dass man sich alles gefallen lassen muss zumal es unsere Kinder sind die unter solchen Zuständen und einer solchen Mangelbetreuung leiden - und ich rede hier weiß Gott nicht gerade von den Kindern die um neun Uhr kommen und um zwölf Uhr gehen ( die Hausmütter werden es mir verzeihen)

Also frage ich mich, was kann man machen, um dieses Geschäft am Kind wieder in geordnete Bahnen zu lenken so dass es ein Gleichgewicht gibt zwischen Geben und nehmen . Betreuer nicht überlastet sind und das Wohl des Kindes nicht gefährdet ist, Eltern Spaß daran haben mitzuhelfen und sich nicht ausgebeutet vorkommen und der Träger der Einrichtung Verantwortung übernimmt in allen Altersklassen und Situationen. Denn vieles habe ich mit Rücksicht auf manch einer sensiblen Auffassung oder vielleicht auch um dieser Sonnenblume ein kleines Licht zu lassen wieder zu voller Schönheit zu wachsen nicht erwähnt.
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