Der Wandel bleibt beständiger Begleiter

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Mehr als 400 Besucher kamen zum Neujahrsempfang der Stadt Heiligenhaus. (Foto: Ulrich Bangert)
Der Heiligenhauser Bürgermeister möchte die heranwachsende Generation der „digitalen Eingeborenen“ motivieren, Neues zu entdecken. Bereits am Eingang wurden die mehr als 400 Besucher des Neujahrsempfangs von Dr. Jan Heinisch und von „Nao“ begrüßt, einem lernfähigen Roboter. „Mit dem lernen auch die Studierenden unseres Campus‘“, so der Bürgermeister, der seine Rede vor einem riesigen Computer hielt, den Schülerpraktikanten der Verwaltung aus Pappe und Silberfolie bastelten.
Für Heinisch ist der Campus ein Ausdruck von Forschergeist, Neugierde, Motivation und Begeisterung. Deshalb möchte er dort eine „Digitale Schulfabrik“ ansiedeln, eine Art Schülerlabor, in dem junge Menschen für ein technisches Studium begeistert werden sollen. Das Besondere daran: „Sie greift die Megatrends der viel diskutierten ,Digitalisierung der Wirtschaft‘ auf.“ Obwohl die Sparkassenstiftung bereits zugesagt hat, die Anschaffung der Ausstattung zu übernehmen, warb der Bürgermeister um weitere Unterstützer.
Den Effekt der Digitalisierung machte Heinisch am Beispiel der Firma Helbako deutlich, die erfolgreich Kraftstoffpumpen produziert. „Gute, langlebige Pumpen kann heute jeder bauen. Die wahre Kunst liegt darin, die Pumpe mit einer Software so zu steuern, dass sie anhand zahlreicher Messwerte den Kraftstoff optimal dosiert und damit sparsam ist. Geld verdient man weniger mit der Pumpe, sondern mit der passenden Software“, resümiert der Bürgermeister, der mit einer Feststellung verblüffte, die er beim Neujahrsempfang der Hochschule Bochum aufschnappte: „Nur noch 20 Prozent der Jugendlichen benutzen heute noch die Türklingel. Die anderen schreiben eine SMS: ,Bin da‘.“ Die „digitale Schulfabrik“ soll also auch das Bewusstsein für Megatrends schärfen.
Für das weitere Jahr kündigte der Bürgermeister an, dass der Wandel ein beständiger Begleiter sein wird: Der Neubau des Campus‘ wird weiter wachsen, die Gießerei Hitzbleck verschwinden und die Hauptstraße in der Oberstadt barrierefrei. Anschließend schilderte Heinisch, dass sich eine Straßenbauinvestition weniger negativ auf den Haushalt auswirkt als andere Positionen. So kostet das Schwimmbad „jedes Jahr über eine Million an Unterhalt“, in 35 Jahren über 35 Millionen. 100.000 Euro Straßenbauinvestitionen verteilen sich im Haushalt über die Abschreibungen auf 35 Jahre, die jährliche Belastung beläuft sich im Mittel auf rund 2.900 Euro.“
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