DIE LINKE: Modell Taxibus gescheitert

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Nach dem Einbruch der Fahrgastzahlen bei den Taxibussen T1 und T176 will die Stadt das Angebot weiter einschränken. Das war vorherzusehen. DIE LINKE will das Angebot verbessern, statt es nochmals zu verschlechtern.

Seit der Umstellung der Buslinien 171 und 177 auf die Taxibuslinien T1 und T176 sind die monatlichen Fahrgastzahlen massiv, von 1430 auf 993 bei der Linie T1, und gar von über 1100 auf 370 bei der Linie T176, eingebrochen. Da die Anwohner weder in größerer Zahl weggezogen sind, noch ihre Lebensgewohnheiten radikal geändert haben, muss der Einbruch der Fahrgastzahlen auf die Verschlechterung des Angebotes zurückgeführt werden.

Fraktionsvorsitzender Harry Gohr: „Der Einbruch der Mitfahrerzahlen war vorherzusehen. Ein schlechtes Angebot schafft schlechte Auslastung. Wir müssen uns entscheiden: Wollen wir einen guten ÖPNV für alle anbieten? Dann müssen wir auch das Angebot attraktiv gestalten.“

Ausgerechnet die noch relativ gut laufende Linie T1 soll zum Sommer auf ein Modell mit Vorkasse seitens der Fahrgäste umgestellt werden.
Gohr weiter: „Das ist völlig untragbar. Nicht jeder kann mal eben die 23 Euro pro Fahrt vorstrecken und nicht jeder hat die Zeit, danach den Aufwand mit der Kostenerstattung seitens der Stadt zu betreiben. Ein weiterer Einbruch der Fahrgastzahlen wird die Folge sein.“

Die Linie T176 hingegen soll im Sommer von der nur auf Anfrage verkehrenden Taxibuslinie in einen regulären Linienverkehr mit Großraumtaxen umgewandelt werden.

Dem kann Gohr durchaus etwas abgewinnen: „Ein regulärer Linienverkehr ist erstmal eine Verbesserung. Immerhin muss man dann nicht mehr telefonisch im Voraus anmelden, dass man mit dem Bus fahren will. Leider kommt auch diese Änderung mit einer Einschränkung der Fahrtzeiten. Wenn dann am Wochenende hier kein Bus mehr verfügbar ist, haben wir ein weiteres Loch in unser Nahverkehrsnetz gerissen.“
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