Ein Stück Identität - Ideen für die Velberter Innenstadt

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Velbert: Innenstadt |

Mit der zukünftigen Ausrichtung der Velberter Innenstadt hat sich die Förderungsgemeinschaft des Deutschen Schloss- und Beschlägemuseums intensiv befasst.

Entstanden ist eine Ideensammlung, die nun durch Heinz Schemken, Alt-Bürgermeister und Vorsitzender der Förderungsgemeinschaft des Museums, sowie durch Dr. Jutta Scheidsteger, Vorsitzende des Bergischen Geschichtsvereins/Abteilung Velbert-Hardenberg, vorgestellt wurde.
Mit dem „Integrierten Handlungskonzept“ der Stadt Velbert habe man nun eine große Chance, dem Kern der Innenstadt eine attraktive Zukunft zu geben. Denn: „Was uns gerade im Zentrum der Stadt fehlt, ist ein Stück Identität“, so Schemken. Neviges habe den Mariendom und das Schloss Hardenberg, Langenberg habe das historische Bürgerhaus. Und was hat Velbert-Mitte? „Velbert hat das einzigartige Deutsche Schloss- und Beschlägemuseum“, betont der Alt-Bürgermeister. „Nur wird dieses besondere Alleinstellungsmerkmal nicht als solches (an)erkannt“, bedauern er und Dr. Jutta Scheidsteger.
Ziel sei es, genau das in den Fokus zu rücken. Und so enthält die Ideensammlung unter anderem den Vorschlag, einen Velberter Schlüsselweg im Zentrum anzulegen. „Hier könnte sichtbar und erlebbar gemacht werden, was Velbert geprägt hat“, sagt Scheidsteger. Der Fokus liegt vor allem auf der Achse zwischen der Villa Herminghaus und dem Herminghauspark. Ins Pflaster eingelassene Betonsteine mit Schlüsselsymbolen und Artefakte aus der Velberter Industrie könnten diese Achse beispielsweise makieren.
Natürlich müsse man die Visionen entsprechend anpassen, je nachdem was bezüglich der Entstehung eines neuen Einkaufszentrums noch passiere. Heinz Schemken betrachtet das mit Skepsis: „Wenn man als Stadt schon einmal sein Gesicht verloren hat, muss man den Mut haben, sich erneut zu zeigen.“ Als neues Gesicht für Velbert sehe er ganz klar das seit 85 Jahren existierende Museum rund um Schloss und Beschlag. Dem Museum in der Villa Herminghaus und einem Anbau mehr Raum zu verschaffen, das sei nach wie vor eine sinnvolle und gute Idee. Darüber hinaus muss das Forum ein Ort für Kultur und Bildung bleiben, sind sich Schemken und Scheidsteger einig. „Es geht manchmal eben nicht nur um Verkaufsflächen. Natürlich sind sie wichtig, das streiten wir nicht ab. Aber es muss auch ausreichend Platz für das Miteinander, für Begegnungen sein.“
Die Ideensammlung habe man nicht nur der Stadtverwaltung und Bürgermeister Dirk Lukrafka vorgestellt, sondern auch schon vielen Geschäftsleuten aus der Industrie. „Die Resonanz war bisher durchweg positiv“, so Heinz Schemken, der hofft, dass nun auch eine Diskussion in der Bürgerschaft entsteht, die das Vorhaben weiter vorantreibt. „Bisher sind das alles nur Visionen, die in keinster Weise mit einem Architekten abgestimmt worden sind“, so die Vorsitzende des Bergischen Geschichtsvereins. „Dennoch denken wir, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um sie aufzuzeigen und die Gespräche darüber anzuregen, damit sie bei zukünftigen Planungen der Verwaltung auch Berücksichtigung finden können.“
Im Rahmen des Tages der Städtebauförderung (21. Mai) soll das Thema auch bei einem „Schlüsselfest“ veranschaulicht werden: „Geplant ist eine Ausstellung, die Historie, Gegenwart und Zukunft der Achse zwischen Herminghausvilla und Herminghauspark thematisiert.“
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