Fluchtgründe - warum Menschen fliehen

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Weltweit sind sehr viele Menschen auf der Flucht. Nur wenige kommen überhaupt nach Europa oder gar Deutschland.
Die Flucht hat unterschiedliche Ursachen. Doch eigentlich nur ein Ziel: überleben.
Ob sie wegen politischen Einstellungen, Religion oder sexueller Orientierung verfolgt und bedroht werden; ob sie vor Gewalt, Krieg, Zerstörung fliehen. Oder vor Hunger, Verelendung und Chancenlosigkeit.
Ohne massiven Grund würde niemand seine Heimat, Familie und Freunde aufgeben und sich auf die gefahrvolle Reise ins Ungewisse machen.
Mindestens, solange auf der Welt der Kapitalismus herrscht, dessen Logik Reichtum für wenige und Verelendung für viele bedeutet und Kriege um Rohstoffe und Märkte, solange wird es Flüchtlinge geben. Die reichen Industrienationen, zu denen auch Deutschland gehört, sind mit schuldig an den meisten Konflikten, Kriegen, Diktaturen und dem Elend auf der Welt.
Aber auch religiöser Fanatismus ist für viele Menschen ein Grund, zu fliehen. Im Moment sehr akut ist die Bedrohung durch den „islamischen Staat“ (IS). Diese „Armee“ zögert nicht, anders Denkende in Massen zu ermorden.
Die Europäische Union hat die Mission „Mare Nostrum“, die Flüchtlinge in Seenot im Mittelmeer rettete, abgeschafft. Aber heute heuchelt man Betroffenheit, wenn wieder mal ein Flüchtlingsboot kentert und Hunderte ertrinken.
Ebenso zynisch ist es, manche Balkanländer zu „sicheren Herkunftsstaaten“ zu erklären, obwohl dort gerade für Roma und Sinti das Leben sehr erschwert wird. Man schiebt sie dort meist in Elendsquartiere ab, ohne Chance auf Arbeit und Auskommen. Oft sind sie auch von Verfolgung und Gewalt bedroht.
Auf den Weg zu einer Willkommenskultur gehören für uns folgende Forderungen:

- Abschaffung von Asylbewerberleistungsgesetz und Residenzpflicht, freie Wahl des Aufenthaltsortes. Dezentrale Unterbringung in Wohnungen

- Zugang zu Arbeit und Bildung. Für wirtschaftliche Selbstständigkeit und Teilhabe

- Uneingeschränkter Zugang zu Gesundheitsversorgung und sozialen Sicherungssystemen

Der Bund könnte folgende Sofortmaßnahmen ohne Verzögerung verfügen:

- Mehr Entscheiderinnen und Entscheider für das Bundesamt für Flucht und Migration ausbilden und einstellen. Für eine kürzere Verfahrensdauer, die Antragstellerinnen und Antragstellern monatelange Unsicherheit und Stress erspart.

- Bundesimmobilien unentgeltlich für Wohnzwecke zur Verfügung stellen. Statt auf Höchstpreise zu warten und Leerstand zu akzeptieren, entstünde hier Platz für die Unterbringung

- Der Bund muss die Kosten der Kommunen für die Unterbringung übernehmen.

Ingrid Schween (DIE LINKE.Velbert; Ratsfrau)
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7 Kommentare
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 04.08.2015 | 14:55  
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Klaus Decker aus Gladbeck | 04.08.2015 | 20:52  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 04.08.2015 | 21:05  
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Ingrid Schween aus Velbert | 05.08.2015 | 20:12  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 05.08.2015 | 23:46  
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Ingrid Schween aus Velbert | 06.08.2015 | 21:15  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 06.08.2015 | 22:18  
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