Flüchtlingsheime: Sanierung startet

Etwa zwei Millionen Euro stehen zur Sanierung der Obdachlosen- und Flüchtlingsheime an der Talstraße bereit. In diesen Tagen wird mit den Arbeiten begonnen.

Mehrfach hatte die Flüchtlingsorganisation Karawane die Zustände in den Häusern an der Talstraße angeprangert, hatte von menschenunwürdigen Zuständen gesprochen. Dies soll sich jetzt ändern. "Im ersten Bauabschnitt werden bis zum Sommer zunächst die hinteren Häuser saniert, was zu einer erheblichen Verbesserung der Wohnsituation führen wird", so die positive Prognose von Stadtbaurat Andres Wendenburg.
Auch Bernd Hofius, Vorsitzender des Nordstädtischen Bürgervereins, erhofft sich durch die Sanierung eine Verbesserung des Umfelds: "Die Talstraße hat in den letzten Jahren ihr Gesicht zum Positiven verändert. Neue Industrie ist dort angesiedelt. Die Anwohner haben ihre Häuser aufwändig renoviert. Leider sind die Wohnungen nicht zu vermieten und wenn, dann nur zu einem ganz geringen Mietzins. Der Grund ist die desolate Lage der gegenüberliegenden Straßenseite."
Und die soll bis Anfang 2013 in neuem Glanz erstrahlen. Wenn der erste Bauabschnitt abgeschlossen ist, beginnt die Sanierung der an der Straße liegenden Häuser. Insgesamt sechs Gebäude stehen an der Talstraße Asylanten und Obdachlosen zur Verfügung.
Darüber hinaus kümmert sich die Stadt Velbert auch um die soziale Betreuung der Bewohner: "Im Haus Nummer 24b wird ein Awo-Büro installiert. Zwei Sozialarbeiter sind dann vor Ort", so Wendenburg. Sie sollen den Menschen in ihren schwierigen Lebenssituationen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ein positiver Nebeneffekt, der durch die Zentralisierung der Wohnheime an der Talstraße erst möglich wird. "Mit den Unterkünften an der Grafenburg und der Elisabethstraße sowie weiteren Standorten, zum Beispiel in Langenberg, war eine soziale Betreuung nur aufwändig durchführbar", so Bürgermeister Stefan Freitag.
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