IHK lässt Zahlen sprechen

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Dr. Ulrich Biedendorf (links), IHK-Geschäftsführer der Abteilung Handel, Dienstleistungen, Regionalwirtschaft und Verkehr sowie IHK-Chefvolkswirt Gerd Helmut Diestler stellten nun das aktualisierte Mittelstadtranking vor.
Velbert: IHK Velbert | Insgesamt 181 große und kleine Mittelstädte in Nordrhein-Westfalen wurden für das Mittelstadtranking der IHK Düsseldorf nun wieder genau untersucht. Mit besonderem Hinblick auf die zehn Städte des Kreises Mettmann stellten nun Dr. Ulrich Biedendorf, IHK-Geschäftsführer der Abteilung Handel, Dienstleistungen, Regionalwirtschaft und Verkehr sowie IHK-Chefvolkswirt Gerd Helmut Diestler das Mittelstadtranking vor.
„Wir haben mit unveränderter Methodik nach dem Mittelstadtranking 2010 erneut statistisches Datenmaterial ausgewertet“, erläutert Diestler. Unterteilt sei das Ranking in fünf Kategorien mit verschieden starker Gewichtung: Verkehr, Kommunale Finanzen, Wirtschaft, Kaufkraft/Einzelhandel und Bevölkerung. „Insgesamt 23 Merkmale wurden dabei berücksichtigt.“
Der Kreis Mettmann schneide relativ gut ab, so die Experten, dafür sei vor allem die insgesamt gute Verkehrsstruktur verantwortlich. „Trotz des fehlenden Lückenschlusses der A40 besteht ein dichtes Autobahnnetz. Außerdem sorgt die Nähe zu den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn für eine gute Erreichbarkeit und Anbindung der Unternehmen in den Kreisstädten“, so Ulrich Biedendorf.
Positive Bewertungen in der Kategorie „Kommunale Finanzen“ gibt es für die Städte Monheim, Langenfeld, Hilden, Ratingen und Haan. Den Grund dafür sehen die Experten der IHK Düsseldorf in den geringen steuerlichen Hebesätzen, der geringen Pro-Kopf-Verschuldung sowie der hohen Steuereinnahmekraft. „Monheim hat sich beispielsweise durch seine Entschuldungs- und Hebesatzpolitik stark verbessert und ist dadurch in dieser Kategorie auf die Spitze des Rankings gerutscht“ sagt Diestler. Dem gegenüber steht das schlechte Abschneiden der Städte Wülfrath, Velbert und Heiligenhaus. „Hier liegt der Grund in den hohen Realsteuerhebesätzen und den Schulden, die die Handlungsfähigkeit der Kommunen einschränkten.“
Und auch die Ergebnisse in der Kategorie „Wirtschaft“, die unter anderem die Beschäftigungs- und Arbeitsmarktsituation sowie das Gründungsgeschehen abbildet, gehen weit auseinander: Gute Mittelfeldplätze lassen sich für Langenfeld, Hilden, Ratingen, Monheim und Wülfrath feststellen. Die übrigen Städte des Neanderlandes - also auch Velbert und Heiligenhaus - würden sich deutlich in der zweiten Platzierungshälfte wiederfinden.
„In der Kategorie ,Bevölkerung‘ liegen die Städte des Kreises Mettmann im guten Durchschnitt“, urteilt Diestler. „Langenfeld und Ratingen sowie Monheim und Mettmann liegen in der ersten Hälfte aller Mittelstädte Nordrhein-Westfalens und die weiteren Städte im letzten Drittel.“ Dass sich die verschiedenen Maßnahmen in der Heiligenhauser Innenstadt langsam bemerkbar machen, zeigen die leichten Verbesserungen in der Kategorie „Kaufkraft/Einzelhandel“. Kaufkraft und Kundenbindung seien für den Kreis Mettmann auch insgesamt ein deutlicher Standortvorteil, betont der IHK-Geschäftsführer der Abteilung Handel, Dienstleistungen, Regionalwirtschaft und Verkehr.

„Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Städte des Kreises Mettmann als Wirtschaftsstandorte im Vergleich mit den anderen Mittelstädten in NRW unverändert gut abschneiden“, so die Experten abschließend. Ratingen (Platz 2), Monheim (3) und Langenfeld (5) liegen landesweit sogar unter den fünf führenden Mittelstädten. Danach folgen Hilden (7), Haan (11), Erkrath (13), Wülfrath (28) und Mettmann (72). Velbert (91) rangiert in der Mitte des Rankings und die Stadt Heiligenhaus (142) würde in der zweiten Hälfte des sehr eng gestaffelten Mittelfeldes weiter hinten liegen.

Hintergrund:
-Städte mit einer Einwohnerzahl zwischen 20.000 und 100.000 gelten als Mittelstädte.
-In Nordrhein-Westfalen gibt es 181 Mittelstädte.
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