Lufthansa: Personal streikt am Montag

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Mit einem Warnstreik am Montag (22. April) von 0 bis 24 Uhr reagieren Beschäftigte der Lufthansa an den NRW-Flughäfen Düsseldorf und Köln auf die Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite im aktuellen Tarifkonflikt.

750 Beschäftigte der Lufthansa-AG, -Technik, -Logistik, -Cargo sowie -Leos würden die Arbeit nieder legen, erklärte die Gewerkschaft. Vor der von der Schließung bedrohten Lufthansa-Verwaltung in Köln-Deutz wird um 9 Uhr eine Kundgebung der Frühschicht beider Flughäfen stattfinden. Auch an den Airports Frankfurt am Main, Hamburg, München, Stuttgart, Hannover, Berlin und Nürnberg sowie in Norderstedt hat ver.di zu Warnstreiks bei der Lufthansa aufgerufen.

"Die Arbeitgeber haben in der dritten Runde trotz ihrer Zusage kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt, sondern lediglich eine Entgelterhöhung auf den Tisch gebracht, die sich in den ersten zwölf Monaten zwischen 0,4 und 0,6 Prozent bewegt. Das bedeutet für die 33.000 Beschäftigten einen deutlichen Reallohnverlust und ist keinesfalls hinnehmbar", betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber habe bei den Beschäftigten zu Verunsicherung und Unmut geführt.

Behle warb um Verständnis bei den Fluggästen für die Notwendigkeit von Warnstreiks. Sie forderte die Arbeitgeber erneut auf, ein verhandlungsfähiges Angebot zu unterbreiten. "Die Arbeitgeber haben es in der Hand, den Tarifkonflikt zu entschärfen und die Weichen für eine Lösung zu stellen", so die Gewerkschafterin.

ver.di fordert für die Beschäftigten bei der Lufthansa 5,2 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Zudem sollen Verbesserungen für die Auszubildenden im Konzern erreicht werden. Hohe Priorität hat die Forderung der Gewerkschaft nach Beschäftigungssicherung.
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