Samstag 12.03.2016 1.Velberter Tag der Inklusion

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  Kommentar

Inklusion muss wachsen-
Aussage zum ersten Velberter Tag der Inklusion
100 % Zustimmung.........jedoch:
Inklusion braucht viel mehr.... um wachsen zu können-
einen “gesunden Nährboden“, geeignete Rahmenbedingungen, einen ständigen Austausch mit Experten, Dachverbänden, Trägern, und vor allem mit den Fachkräften vor Ort und den Eltern.

Melanie Silipo, 34 Jahre staatl.- anerkannte Erzieherin und Diplom Tanzpädagogin

Voller Erwartung machte ich mich an meinem “ freien Arbeitstag“ interessiert auf, um der Einladung zum Austausch und der Podiumsdiskussion zum Thema INKLUSION zu folgen.

Seit Jahren setze ich mich beruflich und privat mit diesem Thema auseinander. Ich bin eine starke Befürworterin für Inklusion aber auch gleichzeitig eine große Kritikerin. Ich habe sowohl im integrativen Bereich gearbeitet, sowie den Aufbau einer inklusiven Gruppe miterlebt.

In der Halle der Martin Luther King Schule angekommen, wurden kleine Einblicke der Kita Arbeit und der Frühforderung, anhand von Fotos und kleinen Erläuterungen den Besuchern präsentiert.

Viele Kinder, die mit ihren Eltern gekommen waren, warteten gespannt auf ihren Auftritt.

Doch zuvor begrüßte uns Bürgermeister Dirk Lukrafka.

Dann war es soweit, die Kindergartengruppen tanzten trommelten sangen. Besonders schön war die kleine Theaterszene aus dem Bilderbuch, ein Haufen Freunde: Der kleine Pinguin ist traurig, weil er nicht fliegen kann. Alles hat er schon ausprobiert. Allein schafft er es einfach nicht. Ein Glück, dass der kleine Pinguin Freunde im Zoo hat die ihm helfen und seinen Wunsch erfüllen.

Kinder sind oftmals ohne jegliche Vorurteile - solang sie nicht negativ beeinflusst werden und gute Vorbilder haben. Sie sind echt und finden, wie die Freunde im Zoo des kleinen Pinguins, Ansätze zur Lösung. Sie prägen unser Miteinander von Morgen- sie sind unsere Chance zur einer inklusiven Gesellschaft-

Nach einer 30 minütigen Mittagspause ging es mit der angekündigten “ Podiumsdiskussion“ weiter.

Bei der Vorstellungsrunde wunderte ich mich schon ein wenig. Das Team der angekündigten Experten und Fachkräften bestand aus:

3 Müttern aus Elternbeiräten von verschiedenen Kitaeinrichtungen, Herr Tondorf , Beate Buchborn (VHS Velbert/Heiligenhaus) Moderator Herr Henseling (Leiter der VHS Velbert/ Heiligenhaus) und die spontan hinzu kommende Frau Ludwig, Leiterin der integrativen Kita Steegerstraße.

Es folgte eine einseitige Frage- Antwortrunde innerhalb dieses Personenkreises statt.

Ich konnte leider nichts Aussagekräftiges zum Thema Inklusion während der Gesprächsrunde finden als dass es noch ein langer Weg bis zur gelungenen Inklusion sei und das Velbert schon gut dabei ist.
Praxisnahe Schilderungen aus dem (Kita)-alltag blieben aus. So sehr sich die Beteiligten bemühten, umso mehr warf es Fragen auf.

Das noch anwesende Publikum hatte leider keine Möglichkeit, um Gegenfragen zu stellen ggf. Anregungen an die Stadt Velbert weiter zu reichen. Obwohl dies zuvor, durch den Artikel in der Presse erwünscht wurde.(Stadtanzeiger 2. März)

Gern hätte ich Frau Ludwig, der Kita Steegerstraße gefragt: Wie in Zukunft die integrativen Gruppen in inklusive Gruppen umgewandelt werden, was daraus konsultiert? Werden Therapeuten mehr und mehr abgezogen? Findet überhaupt weiterhin eine gezielte individuelle Förderung im inklusiven Bereich statt? Wird die derzeitige Kinderanzahl im integrativen Bereich, von 15 Kindern hochgestockt auf????? Haben Eltern noch überhaupt eine Wahl?

An Herrn Tondorf: Welche vorhandenen Kompetenzen kann die Stadt Velbert, für einen professionellen Umgang im Sinne der inklusiven Pädagogik, in Kindestageseinrichtungen vorweisen? Gibt es Leitlinien, konzeptionelle trägerübergreifende Erarbeitungen. Geschultes und ausreichendes Personal? Finden Fachseminare zu diesem wichtigen Thema statt? Wie erfolgt die Umsetzung in “Regeleinrichtungen“.
Ist überhaupt die Qualität, der individuellen Förderung aller Kinder in den Bildungseinrichtungen, gegeben, umsetzbar?

An Herrn Henseling und Frau Buchborn: Wie wird Inklusion bei der VHS gelebt?

Was mich außerdem nachdenklich stimmte, war, dass außer den 4 Kita Einrichtungen (die für die Auftritte zuständig waren) offensichtlich keine andere Kita, zum ersten öffentlichen Austausch im Bereich der Elementarpädagogik, den Weg zur Hauptschule gefunden hatte-

Zum Ende hin wurde ein Film der Windrather Talschule gezeigt, indem Schüler innerhalb eines Projektes das Thema Inklusion“ bearbeiteten“. Sie erfuhren wie schwer es ist barrierefrei mit einem Rollstuhl durch die Stadt zu fahren oder sich blind vertrauend von einem Mitschüler führen zu lassen.
Derzeit gibt es kein Kind, welches mit einem Förderbedarf diese Schule besucht.

Daher hätte ich es toll gefunden, wenn während des Projektes Kooperationen mit Förderschulen ermöglich worden wäre. Ein gemeinsames Projekt-
Vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung.

Mein Fazit, nicht nur nach dieser Infoveranstaltung:

Es ist wirklich noch ein weiter Weg


https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=524021...
Ein Kommentar welches auf einen anderen Artikel bezogen ist..... jedoch sagt er das Wichtigste zum Thema INKLUSION aus
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1 Kommentar
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Knut Niebuhr aus Velbert | 29.03.2016 | 20:02  
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