Schulsituation in Velbert / FDP Fraktion beantragt Dringlichkeitssitzung des Stadtrates

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Die FDP Fraktion hat heute bei Bürgermeister Lukrafka die dringliche Einberufung des Rates der Stadt Velbert beantragt. Im Rahmen dieser Sondersitzung soll die „Situation der weiterführenden Schulen in Velbert nach dem vorgezogenen Anmeldeverfahren an der Gesamtschule Velbert und der geplanten Sekundarschule Velbert-Neviges.“ als Tagesordnungspunkt behandelt werden.

Per Pressemitteilung hat die Stadtverwaltung Velbert in den letzten Tage bekannt gegeben, dass sich lediglich 22 Eltern für eine Anmeldung ihrer Kinder an der Sekundarschule entschieden haben. Gleichzeitig teilte sie mit, dass es 244 Anmeldungen an der Gesamtschule gibt.

Dies bedeutet, dass die notwendige Schülerzahl für die Sekundarschule bei Weitem nicht erreicht worden ist. Bei der Gesamtschule hingegen müssen wiederum mehr als 80 Schülerinnen und Schüler abgewiesen werden. Die Ergebnisse der Elternbefragung, die immer als Begründung für die Errichtung einer Sekundarschule genannt wurden, haben sich sowohl im Jahre 2014 als auch jetzt als vollkommen unrealistisch erwiesen. Nimmt man nun die Ergebnisse bei den Anmeldungen an der Sekundarschule in Wülfrath hinzu, die immer als Vorbild für die Velberter Sekundarschule genannt wurde und die in diesem Jahr nur 46 Anmeldungen erhalten hat, so zeigt sich, dass die Schulpolitik in Velbert einen dringenden Handlungsbedarf hat.

„Angesichts der Tatsache, dass wieder mehr als 80 Schülerinnen und Schüler bei der Gesamtschule abgewiesen werden müssen, angesichts der lediglich 22 Anmeldungen an der Sekundarschule und angesichts der realen Gefahr, dass ein ganzer Stadtbezirk ohne weiterführende Schule da steht, können wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen,“ so Fraktionsvorsitzender Thorsten Hilgers.

Die Dringlichkeit der Sitzung begründen die Freien Demokraten damit, dass der Rat der Stadt Velbert vor der Fortführung des Anmeldever-fahrens noch einmal die Gelegenheit bekommen muss, sich intensiv mit der neuen Situation zu beschäftigen und ggfls. neue Beschlüsse zu fassen.

„Hier muss sich das Gremium, welches die Entscheidungen getroffen hat, die zu dieser Situation geführt haben, nochmals intensiv mit diesem Thema beschäftigen“, ergänzt Dr. Jürgen Schürmann, der schulpolitische Sprecher der FDP Fraktion.

Des Weiteren schlagen die Freien Demokraten in Ihrem Antrag vor, dass die Verwaltung im Rahmen dieser Sitzung des Rates auch über das vom Verein Pro Realschule Velbert/Tönisheide e.V. angestrengte Verwaltungsgerichtsverfahren berichtet.
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