Schwerstarbeit an A44

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Die Arbeiten an der Anschlussstelle der A44 schreiten voran, hier werden die Bohrpfähle für das westliche Widerlager der Brücke über das Laubecker Bachtal hergestellt. Arbeiter Sergej Rutz zeigt auf das große Bohrgerät, mit dem Schwerstarbeit verrichtet wird. (Foto: Ulrich Bangert)
Velbert: A44 | „Das war nun die letzte Vollsperrung für die L156 im Zuge des Baus der A44“, versichert Bauleiter Olaf Wüllner im Gespräch mit dem Stadtanzeiger. Die nächste Vollsperrung betrifft die A3 im Kreuz Ratingen-Ost, dort wird demnächst wegen des A44-Lückenschlusses eine Brücke abgerissen.
„Als die ehemalige Anschlussstelle Ratingen/Wülfrath an der A3 in den 90er Jahren zum Autobahnkreuz ausgebaut wurde, ist man von ganz anderen Daten ausgegangen. Die Deutschen kaufen und fahren immer mehr Autos, deshalb muss dort ein Bauwerk mit größerer Kapazität her“, erklärt der Bauingenieur.
Die Probleme mit der Entwässerung im Kreuz Ratingen-Ost sind inzwischen gelöst, so dass Straßen.NRW mit der Planung und dem Bau fortfahren kann. Das war es dann aber auch mit den Leistungen des Landesbetriebes, den restlichen Bau der Schnellstraße zwischen Ratingen-Ost und Heiligenhaus übernimmt die DEGES.
Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH wurde nach der Wiedervereinigung gegründet, um Verkehrsprojekte im Osten Deutschlands voranzutreiben. Später beschlossen die Gesellschafter, der Bund und zwölf Bundesländer, darunter Nordrhein-Westfalen, dem Unternehmen weitere Aufgaben zu übertragen.
Doch jetzt richtet Straßen.NRW seine Aufmerksamkeit auf den Bau des Abschnitts zwischen B227 in Velbert und der Ratinger Straße. Im Mittelpunkt steht die Errichtung der Brücke über das Laubecker Bachtal. Dabei ist die Herstellung der Fundamente sehr aufwändig. Durch Probebohrungen, die bereits vor Jahren links und rechts der Hülsbecker Straße stattfanden, wussten die Planer, dass der Boden verkarstet ist. Tragfähiger Fels ist erst nach über 15 Metern Tiefe vorhanden.
Darum werden Bohrpfähle in den Boden getrieben. Ein 220 Tonnen schweres Gerät bohrt Löcher in den Untergrund bis auf den Fels. Darin verschwinden Stahlkörbe, fast so groß wie ein Kanalrohr, anschließend kommt Beton rein. Eine zeitaufwändige Tätigkeit: Nur langsam frisst sich der Meißel durch das Kalkgestein, das Befüllen des Bohrlochs mit dem Spezialbeton geht langsam voran, es können jeweils nur wenige Kubikmeter verfüllt werden. Immer wieder müssen die Mitarbeiter der Fachfirma aus dem Saarland für einzelne Arbeitsschritte das Bohrgestänge auseinandernehmen und wieder zusammensetzen. Allein für das westliche Widerlager sind 60 Bohrungen vorgesehen. „Auf diese Pfähle kommt eine Fundamentplatte, ähnlich wie beim Einfamilienhaus, nur dass hier die Widerlager für die Brücke kommen“, wie es einer der Bauleute beschreibt.
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