Rezension Bücherkompass "Die Wahrheit über das Sterben" von Ernst Engelke

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Man merkt, dass der Autor mit viel Lebenserfahrung und grosser Sorgfalt, was das Studium von umfassender Literaturrecherche und die Auswertung von grossem Erfahrungsschatz auf dem Gebiet selbst, dieses Buch geschrieben hat. Um uns Lebenden und Laien, was das Sterben angeht, einen Weg zu zeigen, wie wir besser mit den Sterbenden umgehen können.
Er fordert uns auf, uns unserer Angst und der Angst der Sterbenden zu begegnen. Diese zuzulassen. Offen zu sein für den individuellen Weg desjenigen, der stirbt.
Damit es dem Sterbenden besser geht, muss er gehört werden, ernst genommen werden, er muss kämpfen dürfen. Er darf leben wollen. Wir sind eine Hilfe, wenn wir es schaffen zu begleiten. Wenn wir akzeptieren, dass der Sterbende kämpft, Angst hat und sich bis zuletzt nicht mit dem Tod abfindet, sondern hofft. Dabei gibt es so viele Varianten wie es Menschen gibt. Wir sind keiner wie der andere. Wir alle sind "unsere Gesellschaft" und für ein menschenwürdiges Sterben verantwortlich. Wenn sich unsere Haltung dem Sterben gegenüber ändert, wird menschenwürdiges Sterben in unserer Gesellschaft selbstverständlicher und nicht mehr in Frage gestellt. Wenn wir bereit sind dem Sterbenden zu begegnen und es zulassen, dass wir dabei lernen und uns verändern. E.Engelke schildert wie das Sterben früher war und wie es heute in Deutschland abläuft. Fakten die uns erschrecken und interessieren dürften. Noch nie wurde so "gut" gestorben wie heute. Sterben war noch nie schön. Und wird nie schön sein. Auch nicht mit Sterbehilfsorganisationen. Es ist unsere Haltung und Einstellung zum Sterben die uns ein menschenwürdiges Sterben ermöglicht. Daran gilt es zu arbeiten.
Ein gutes nicht ganz leicht zu lesendes Buch. Denn es geht um uns, um unsere Angst vor dem Sterben. Wer will schon sterben. Das Leben ist zum Leben da!
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