Schaufensterkrankheit: Wenn Laufen zur Belastung wird

Wann? 27.10.2016 16:00 Uhr

Wo? Redaktion Stadtanzeiger Niederberg, Friedrichstraße 203, 42551 Velbert DE
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Dr. Gabriele Kischel-Augart vom HELIOS Klinikum Niederberg.
Velbert: Redaktion Stadtanzeiger Niederberg |

Telefonsprechstunde des HELIOS Klinikum Niederberg am Donnerstag, 27. Oktober


Schmerzen in den Beinen zwingen viele Menschen bereits nach kurzen Wegstrecken zum Innehalten. Warum dies ein ernsthaftes Warnsignal sein kann, erklärt Dr. Gabriele Kischel-Augart bei der nächsten Telefonaktion.

Die im Volksmund als „Schaufensterkrankheit“ bezeichnete Krankheit verläuft schleichend: Zunächst schmerzen die Beine bei intensiver Belastung, etwa beim Treppensteigen. Dann wird die Wegstrecke, die schmerzfrei zurückgelegt werden kann, immer kürzer. So harmlos die Schaufensterkrankheit zunächst oft einsetzt, so ernst ist ihre Ursache: Durchblutungsstörungen in den großen Arterien.

Ursache ist eine Arteriosklerose


„Mediziner nennen die Erkrankung periphere arterielle Verschlusskrankheit, kurz pAVK. Ursache ist eine Arteriosklerose, das heißt, Fett und Kalk haben sich an den Gefäßwänden abgelagert und verengen die Arterien“, beschreibt Dr. med. Gabriele Kischel-Augart, Chefärztin der neuen Abteilung für Gefäßchirurgie am HELIOS Klinikum Niederberg, das Problem. Bei körperlicher Aktivität fordern die Muskeln deutlich mehr Sauerstoff an, doch die verengte Blutbahn kann das sauerstoffreiche Blut nicht in der benötigten Menge liefern. Die Folge: Der Muskel beginnt heftig zu schmerzen, jetzt hilft nur noch eine Verschnaufpause.

Spezielle Blutdruckmessung: Knöchel-Arm-Index


Bei Belastungsschmerzen sollte man den Arztbesuch nicht auf die lange Bank schieben: „Wird die Krankheit frühzeitig erkannt, gibt es gute Chancen, sie aufzuhalten.“ Zur ersten Diagnose genügt eine spezielle Blutdruckmessung, der sogenannte Knöchel-Arm-Index. An Unterschenkeln und Armen werden Blutdruckmanschetten angelegt; weichen die gemessenen Werte zu weit voneinander ab, ist dies ein eindeutiger Hinweis auf eine Verschlusskrankheit.

„Fatalerweise verursacht eine beginnende Verschlusskrankheit keinerlei Beschwerden, viele Patienten bemerken zunächst gar nicht, dass sie unter Arteriosklerose leiden“, erklärt Dr. Kischel-Augart. Oft wird die Erkrankung eher zufällig bei der Vorsorgeuntersuchung entdeckt: Kann der Hausarzt am Knöchel den Puls nicht mehr tasten, ist dies ein erster ernst zu nehmender Hinweis auf eine Engstelle im Gefäß. „In diesem Fall wird Ihr Arzt Sie zu einem Gefäßspezialisten schicken, um schnellstmöglich Klarheit zu schaffen und mit der Behandlung zu beginnen“.

Telefonaktion - Bürger können Fragen stellen


Über Ausprägungen der Schaufensterkrankheit und die unterschiedlichen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden sowie viele weitere Gefäßerkrankungen informiert Dr. med. Gabriele Kischel-Augart am Donnerstag, 27. Oktober, ab 16 Uhr bei einer gemeinsamen Telefonaktion des HELIOS Klinikum Niederberg und des Stadtanzeigers Niederberg. Interessierte können dann unter Tel. 02051/412422 anrufen. Fragen können auch bereits vorab per Mail an redaktion@stadtanzeiger-niederberg.de geschickt werden. Dafür bitte den Betreff "Telefonaktion HELIOS" sowie die Kontaktdaten angeben.

Information:
-Die neue Chefärztin Dr. med. Gabriele Kischel-Augart beginnt am 1. November Ihre Arbeit am Klinikum in der neuen Abteilung für Gefäßchirurgie. Mit der hiesigen Region ist die Medizinerin schon seit der Kindheit eng verwurzelt. Unter anderem studierte sie an der Universität Essen Medizin.

-Zuletzt hatte Dr. Gabriele Kischel-Augart die Gefäßchirurgie am Marienhospital Gelsenkirchen geleitet. Die neue Abteilung am HELIOS Klinikum Niederberg baut sie zusammen mit ihrer langjährigen Oberärztin auf. Die Essenerin plant für die Velberter und Heilighausener ein gefäßchirurgisches Komplettangebot mit klassischer operativer Versorgung - von Durchblutungsstörungen der Beine durch Bypassimplantationen über Krampfaderoperationen bis hin zu Aufweitungen der Bauchschlagader, aber auch eine minimal invasive Behandlung durch Gefäßaufweitungen und Stents gehören zum medizinischen Leistungsangebot.
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