Wirtschaftsjunioren feiern 25 jähriges Bestehen

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Vor 25 Jahren gründeten sich die Wirtschaftsjunioren in Niederberg. Dass sie damit längst nicht zum alten Eisen gehören, machte Kreissprecher Robin Clemens im Gespräch mit Stadtanzeiger-Redakteurin Miriam Dabitsch deutlich.


Im Oktober 1990 haben sich die Wirtschaftsjunioren (WJ) in Niederberg gegründet. Wie kam es dazu?

Damals waren die Wirtschaftsjunioren Düsseldorf für Velbert, Heiligenhaus und Wülfrath zuständig. Das war nicht ideal: Erstens besteht eine räumliche Entfernung, und zweitens sind die Wirtschaftsstrukturen zu unterschiedlich. Deshalb haben sich 27 junge Unternehmer und Führungskräfte entschlossen, einen eigenen Kreis zu gründen.

Wieviele Mitglieder sind es heute?

Über 50. Darunter etwa 30 aktive unter 40 Jahre, der Rest sind Fördermitglieder, die die Altersgrenze überschritten haben.


Was waren damals die Herausforderungen der WJ, was sind sie heute?

Da gibt es einige Parallelen. Klar stand am Anfang die Aufgabe, den Kreis aufzubauen, sich einen Namen zu machen. Aber auch heute sind wir noch sehr „nordkreislastig“. Die jungen Unternehmen aus dem Südkreis schließen sich eher den Düsseldorfern an. Das wollen wir ändern und strecken unsere Fühler verstärkt in den Südkreis aus. Darüber hinaus ist der Nachwuchs immer ein Problem, schließlich geht es hier um ein Ehrenamt. Hinzu kommen unsere Aufnahmebedingungen. Denn wer über 40 Jahre alt ist, darf zwar noch aktiv bei uns mitwirken, gilt aber als Fördermitglied und ist nicht mehr wahlberechtigt.

Wie wollen Sie Nachwuchs generieren?

Unter anderem mit unserer Mitgliederkampagne, für die wir kürzlich den ersten Preis des Bundeswettbewerbs in der Kategorie Mitgliedergewinnung erhalten haben, was uns sehr stolz macht. Die Idee dahinter ist, bekannte Gesichter aus unseren Reihen in ihrem beruflichen Umfeld abzubilden und damit potentielle Interessenten anzusprechen.

Warum sind Sie Mitglied bei den WJ geworden?

Das hat viele Gründe: Weil ich mein persönliches Netzwerk erweitern wollte. Weil ich etwas weitergeben möchte in Form von sozialem Engagement. Weil ich bei den WJ viel erlebe und meine Kompetenzen ausbauen kann.

Was haben die Wirtschaftsjunioren in den vergangenen 25 Jahren erreicht?

Zwei unserer Mitglieder haben Goldene Juniorennadeln für überregionales Engagement erhalten. Wir haben mit „Toys for Africa“ den ersten Preis vom Weltverband JCI erhalten, außerdem Bundespreise für die Mitgliederkampagne und für das Konzept der Junior Welt. Das ist eine Kindertagesstätte, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreut. Mitte der 90er Jahre entstand die Idee, diese Kita als Betriebskindergarten verschiedener mittelständischer Firmen ins Leben zu rufen. Christine Jülicher hat sich damals sehr dafür eingesetzt. Darüber hinaus führen wir regelmäßig Aktionen wie den „Make a difference Day“ oder Bewerbungstrainings an Schulen durch.

Welche Ziele setzen sich die WJ für die Zukunft?

Natürlich müssen wir versuchen, unseren Mitgliederstamm mindestens zu halten. Außerdem haben wir die politische Bühne betreten, möchten uns eine Stimme in der Politik aufbauen. Dazu gibt es Dialoge mit den Bürgermeistern und eine Podiumsdiskussion. Natürlich sollen auch unsere sozialen Projekte fortgesetzt werden. Und Existenzgründern wollen wir mir unseren Erfahrungen zur Seite stehen und beim Netzwerken helfen.

Zur Person:


Robin Clemens, 28 Jahre, aus Tönisheide.
-Hat zunächst eine Berufsausbildung zum Informationstechnischen Assistenten gemacht. Es folgte ein duales Studium zum Wirtschaftsinformatiker.
-Zum 1.1.2013 machte sich Clemens mit seinem ehemaligen Chef mit der Firma Bitloft in Velbert selbstständig. Beide sind Geschäftsführer. Zudem arbeitet er als Dozent für Wirtschaftsinformatik an der FOM Hochschule.
-In seiner Freizeit engagiert sich Clemens in der Freiwilligen Feuerwehr und als Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Niederberg.
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