Wohnheim Velbert der Lebenshilfe feierte Umbau-Party

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„Betreten der Baustelle erwünscht“ – dieses T-Shirt trugen alle Bewohner zur Umbau-Party, um zu demonstrieren, dass die Besucher auf der „fertigen“ Baustelle willkommen sind. Foto: PR
Nach 15 Monaten Bauzeit sind Brandschutzanlagen und Feuertreppe fertig.
"Wir sind froh, dass die Baustelle endlich zu Ende ist. Ich möchte ein Lob aussprechen an die Bewohner, die das alles ertragen mussten, und das Mitarbeiterteam im Haus, das unsere Bewohner liebevoll betreut und in den letzten Monaten vor besonderen Herausforderungen stand“, erklärte Nicole Dünchheim, erste Vorsitzende der Lebenshilfe e.V. Kreisvereinigung Mettmann anlässlich der Umbau-Party. „Betreten der Baustelle ausdrücklich erwünscht“, so lautete das einladende Motto an die zahlreichen Gäste.

Das Wohnheim und der Hof waren entsprechend geschmückt mit Bauschildern der Gartenbaufirma Rudi Saarmann, Bewohner hatten T-Shirts mit dem Motto der Umbau-Party angezogen und die Mitarbeiter rote Westen und teilweise Schutzhelme auf dem Kopf. „Unsere Bewohner haben die Unannehmlichkeiten während der Bauzeit mit Humor genommen“, erzählte Andreas Beel, der das Wohnheim zusammen mit Thomas Stumpf seit Juni 2015 erst kommissarisch und ab November 2015 in fester Position leitet und den Bau begleitet hat. „Das Verhältnis zwischen Bewohnern und Bauarbeitern war sehr freundschaftlich, da fiel schon mal der Satz‚ Moin Helga, wie geht’s‘ und umgekehrt wurde auch die Bitte ausgesprochen, Schuhe zuzubinden“, berichtet Beel.

Überraschungen sind beim Bauen ja an der Tagesordnung. Thomas Stumpf erinnert sich: „Als die Baugrube für die Fundamente der Feuerleiter ausgehoben wurde, stießen die Bauarbeiter auf Reste eine Bauernhauses. Die Baugrube wurde dann zum Krater. Und letzte Woche wurde durch Feinstaub ein Fehlalarm ausgelöst, die Feuerwehr war in drei Minuten da.“ Baubehörde, Feuerwehr und eine Sicherheitsfirma hätten den Bau begleitet, der am 2. November abgenommen wird. Die riesige Feuertreppe bis zum dritten Stockwerk hat lange Zugänge von allen Räumen und Etagen, Fluchtwege sind gekennzeichnet. Ein Feuerwehr-Informations-Bediensystem (FIBS) befindet sich im Büro der Wohnheimleitung, im Keller ist die Brandmeldezentrale (BMZ) mit der Grundsteuerung untergebracht. An allen wichtigen Fluchtpunkten gibt es Feuermelder-Kästen, über 100 Feuermelder sind an den Decken und in den Zwischendecken von Küchen und Bädern installiert. „Wir haben 17 Brandschutztüren einsetzen lassen, mussten acht neue Durchbrüche machen und drei Wände einreißen“, erzählten die beiden Wohnheimleiter. „Die ‚stillen‘ Alarme werden sofort auf die Pager beziehungsweise Handys aller Mitarbeiter geleitet.“ Die gesamten Investitionskosten bezifferte der kaufmännische Leiter der Kreis-Lebenshilfe, Marius Bartos, auf rund 750.000 Euro.
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