Zwischen Ekel und Faszination: Ein Besuch im Circus des Horrors

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Diese Fleischerhaken werden gleich im Rücken einer Künstlerin verankert. Foto: Circus des Horrors

Ein Zombie begrüßt die Besucher mit der Kettensäge - und schon sind wir mittendrin, im Gruselkabinett. Durch dunkle Gänge geht es, immer wieder ertönen Schreie. Kein Wunder, beim Anblick der blutverschmierten Monster, die uns (zu) nahe kommen...

Da wird es bei der eigentlichen Zirkusaufführung schon entspannter. Zwar sehen die Artisten zum Teil ziemlich wild aus, ohne Kunstblut kommt fast keiner aus - aber die Show hat mit Horror ansonsten wenig zu tun - zunächst...

Hochklassige Akrobatik wird gezeigt, einige Nummern sorgen für stockenden Atem und Fragezeichen in den Augen der Zuschauer: Wie macht der das nur? Hat der keine Hüftknochen, so wie der sich verdreht?

Faszinierend, finden wir. Ekelig wird es dann kurze Zeit später, als lange Nägel ins Spiel kommen, die sich eine Künstlerin durch die Arme und ins Gesicht steckt.

Auch die Clown-Nummern empfinden wir als grenzwertig. Ein jugendlicher Proband wird wie ein Hund an die Leine genommen, mit einer Peitsche "behandelt".

Später wird ein Zuschauer als Patient in die Manege geholt. Nachdem er eine "Urinprobe" abgegeben hat, wird er in einer Art Guillotine befestigt, kann sich nicht mehr wehren. Dann zieht ihm der Clown die Hose runter, so dass das Publikum den Allerwertesten zu sehen kriegt. Da muss man schon sehr viel Spaß verstehen!

Der Höhepunkt des Ekels kommt aber noch: Die gleiche Künstlerin, die zuvor mit den Nägeln hantiert hatte, lässt sich Fleischerhaken in den Rücken jagen. Daran wird ein Seil befestigt, an dem die Frau durch die Manege schwebt - die Haut spannt sich mehr und mehr...

Einer Frau im Publikum wird es zuviel. Sie wird - offensichtlich zusammengebrochen - hinausgetragen.

Bemerkenswert auch die Rhönrad-Nummer, bei der die Akrobaten an Wahnwitz und Gefahr kaum zu überbieten sind.

Fazit: Ein Besuch lohnt auf jeden Fall, ist aber definitiv nichts für schwache Nerven!

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