„Mein Ziel ist die Teilnahme an der WM“

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Pia Leonhardt mit ihrem Pokal. In Wisdruff bei Dresden konnte die 16-Jährige nach erfolgreichen Wettkämpfen auf das Siegertreppchen steigen und sich als Deutsche Meisterin im Teakwondo feiern lassen.
Pia Leonhardt ist kürzlich Deutsche Meisterin bei den unter 18-Jährigen im Taekwondo geworden. In Wisdruff bei Dresden konnte sich die 16-Jährige gegen die Konkurrenz in ihrer Gewichtsklasse durchsetzen.

Das ist aber nur einer von vielen Erfolgen, die die junge Heiligenhauserin bereits feiern konnte. Bei den NRW-Masters, den Austria Open und weiteren Turnieren konnte die 16-Jährige bereits Pokale und Medaillen einheimsen.
Gekämpft wird im K.O.-System. Bei den Deutschen Meisterschaften ging eine Begegnung jeweils über drei Runden à zwei Minuten und der Sieger kam schließlich eine Runde weiter. Neun Mädchen konnte Pia Leonhardt dabei hinter sich lassen und schließlich den Pokal entgegennehmen. „Im Jahr 2011 bin ich schonmal Dritte bei den Deutschen Meisterschaften geworden“, erzählt sie.
Ausruhen wolle sie sich auf all den bisherigen Erfolgen aber nicht, schon in den kommenden Wochen stehen wieder viele nationale und internationale Turniere sowie Bundeskader-Lehrgänge an. „Auf diesen Lehrgängen arbeiten wir an unseren Techniken sowie der Kondition und es werden regelmäßig Gesundheits-Checks durchgeführt“, so Pia Leonhardt.
Und natürlich würde man hier auch Freundschaften knüpfen. Zeit für ihre Freunde aus Heiligenhaus findet die Sportlerin trotz des regelmäßigen Trainings, das dreimal wöchentlich stattfindet, aber auch. „Wie jedes Mädchen in meinem Alter gehe ich in meiner Freizeit gerne shoppen.“
Der Grund, warum sie überhaupt mit der Kampfsportart anfing, ist recht ungewöhnlich: „Pia hatte damals stressbedingte Neurodermitis. Und uns wurde nahe gelegt, sie in eine Sportgruppe zu schicken, in der sie den Stress abbauen kann“, erzählt ihr Vater Matthias Leonhardt. Daher habe er seine Tochter nach ein paar Probetrainings bei dem Taekwondo-Verein White Warriors Heiligenhaus angemeldet. Von 2003 bis vergangenes Jahr habe sie dort unter Anleitung von Trainer Ali Kaymaz trainiert. Seit dem Jahr 2012 ist sie aber Vereinsmitglied beim TSC Gladbeck. Die Förderung beim dortigen Landestrainer Hacik Bozukyan sei besser für ihre sportliche Karriere. „Mein Ziel ist, bei einer Europameisterschaft oder Weltmeisterschaft teilzunehmen“, so die Heiligenhauser Gesamtschülerin. „Oder aber auch bei der Jugendolympiade.“
Mit ihren 16 Jahren ist die Heiligenhauserin wegen des Sports bereits viel rumgekommen in der Welt. „Ich war auf Wettkämpfen in Kroatien, Schweden, Österreich, England, Belgien, Holland und Frankreich“, zählt sie auf. Natürlich bringe das hohe Kosten mit sich. „In manchen Fällen übernimmt der Landeskader von NRW die Kosten. Aber natürlich müssen wir als Eltern auch viel Geld investieren“, so der Vater, der seine Tochter oft auf die Wettkämpfe begleitet. Und für die ist ans Aufhören noch lange nicht zu denken.
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