NBV-Trainer und Ex-Profi Karsten Braasch gewinnt die Deutsche Hallenmeisterschaft im Einzel und Doppel der Herren 50 - Jetzt will er an die Spitze der Herren 50 Weltrangliste

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Für seinen aussergewöhnlichen Korkenzieher-Aufschlag ist Karsten Braasch weltbekannt.
 
Seit April 2015 gehört Karsten Braasch zum Trainer-Team von NBV-Chef Coach Mark Joachim und fühlt sich dort wohl.
Velbert: Netzballverein Velbert | Velbert, 08. März 2017 . Die Netzballer feiern den Erfolg ihres Trainers Karsten Braasch: Seit April 2015 gehört Braasch zum festen Trainer-Team von Chef Coach Mark Joachim. Dreimal pro Woche gibt der frühere Tennis-Profi Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im NBV Tennisunterricht. Jetzt siegte er im ersten möglichen Anlauf in der Herren 50 Konkurrenz gleich im Einzel und Doppel bei den Deutschen Meisterschaften in Essen, und das so überlegen, dass er im gesamten Turnierverlauf ohne Satzverlust blieb.

Gerne hätte er sich den Mixed-Titel auch noch geholt, aber jeder Spieler durfte sich bei dem weltweit größten Tennis-Hallenturnier für Senioren nur für zwei Konkurrenzen melden.

Der 49-jährige war von 1987 bis 2005 als Tennisprofi weltweit unterwegs. Zu seinen größten Erfolgen zählte der Sieg beim World Team Cup 1994 als Doppelpartner von Michael Stich, das Erreichen des Viertelfinales bei den French Open 1997 und 2004 und sechs Titelgewinne im Doppel auf der ATP-Tour.

Zu seinem hohen Bekanntheitsgrad haben neben seinen beachtlichen Erfolgen, vor allem zwei Dinge geführt: Zum einen sein aussergewöhnlicher Korkenzieheraufschlag, der ihm auch den Spitznamen „Katze“ und die Sympathien der Zuschauer eingebracht hat.

Und zum anderen seine Siege gegen die beiden Williams-Schwestern im Jahr 1998. Die junge Profispielerin und langjährige Nummer eins im Damentennis, Serena Williams, hatte ihn indirekt herausgefordert, indem sie behauptet hatte, den 200. der Weltrangliste schlagen zu können. Als Nummer 203 hatte Braasch angeboten, dass sie das ja gleich einmal ausprobieren könnten. Braasch gewann damals erst 6:1 gegen Serena und dann 6:2 gegen Venus Williams, live im Fernsehen übertragen von den Australian Open.
Das ist alles schon einige Jahre her, aber jetzt will es Karsten Braasch noch einmal wissen: Motiviert durch seine beiden überlegen gewonnenen Titel bei den Deutschen Meisterschaften, ist sich Braasch sicher: „Da geht noch mehr. Ich möchte die Nummer eins der Herren 50 Weltrangliste werden!“

Braasch hält sein Ziel für realistisch: „Der Leistungsunterschied zwischen den Herren 40 und den Herren 50 ist schon recht groß“, meint er. „Ich fühle mich noch sehr fit und kann jetzt gerade beim Start in dieser Altersklasse mit meiner Fitness und meiner Turniererfahrenheit punkten.“ „Außerdem setzte ich mir gerne Ziele, das motiviert mich ungemein“, ergänzt Karsten Braasch.“

Um dieses Ziel auch zu erreichen, will der NBV-Trainer in den nächsten Monaten einige Turniere spielen, unter anderem in der Türkei, in Barcelona, aber auch wieder in Essen.
Im Oktober steht dann die Senioren-Weltmeisterschaft in Miami an. Hier wird er vermutlich erst im Team des Deutschen Tennis Bundes um den Mannschaftstitel der Herren 50 kämpfen und dann in der zweiten Turnierwoche im Einzel und Doppel antreten.

Als jetzige Nummer 53 der Welt- und als Nummer neun der Deutschen Rangliste der Herren 50, trennen Braasch noch einige Plätze von seiner Wunschplatzierung, aber bei einem guten Abschneiden bei den Turnieren in den nächsten Monaten und vor allem bei der Weltmeisterschaft, wäre auch ein so großer Sprung möglich.
Fit hält sich Braasch hauptsächlich durch sein tägliches Training mit zum Teil sehr guten Jugendlichen. „Das Training mit einem 16-jährigen Turnierspieler fordert mich oft mehr als ein Match gegen einen über 50-jährigen“, schmunzelt Braasch. Regelmäßig gibt er auch der Profispielerin Nicola Geuer Training, die ebenfalls zum NBV-Trainer-Team gehört. Die 29-jährige konnte vor allem im Doppel bereits viele Erfolge verbuchen und ist zur Zeit die Nummer 119 in der Doppel-Weltrangliste. Neben diesen intensiven Trainingseinheiten, gehe er hin und wieder auch mal eine Runde laufen.

Neben seiner Turnierplanung und seinem ambitionierten Ziel, die Nummer eins der Herren 50 zu werden, bleibt aber der Trainingsalltag sein Hauptschwerpunkt.
„Ich bin ja bald schon seit zwei Jahren im Netzballverein und fühle mich hier sehr wohl“, so Braasch. Er lobt die tolle Zusammenarbeit im Trainer-Team mit Chef-Coach Mark Joachim und Alan Adair und den anderen Co-Trainern und auch die Atmosphäre im Club und im Training. „Tennis macht mir nach wie vor Riesenspaß, sowohl das Training hier in Velbert als auch das Turniere spielen um Weltranglistenpunkte“, so Braasch.
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