Starker Finaltag bei den Niederrheinmeisterschaften im Netzballverein - NBV-Chef-Trainer Mark Joachim wird Vizemeister der Herren 30

Anzeige
NBV Cheftrainer Mark Joachim holte sich den Vizetitel der Herren 30. Von links nach rechts: NBV-Vorsitzender Bernd Wolf, Rekordniederrheinsiegerin der 80er Jahre Gabi Gröll-Dinu, Vize-Meister Mark Joachim, Niederrheinmeister Raphael Özelli, TVN-Sportwart Ulrich Nacken, TVN-Präsident Dietloff von Arnim und stellvertretender Velberter Bürgermeister Volker Münchow.
 
Der NBV Chef-Trainer Mark Joachim holte sich den Vizetitel der Herren 30. Im Finale unterlag er Raphael Özelli vom Gladbacher HTC.
Velbert: Netzballverein Velbert | Velbert, 19. Juni 2017. Mit einem Finaltag wie aus dem Bilderbuch sind am Sonntag die Niederrheinmeisterschaften im Netzballverein bei bestem Tenniswetter und mit hunderten von begeisterten Zuschauern zu Ende gegangen. Nach sieben Turniertagen mit 130 Spielern und 124 Matches in acht Konkurrenzen stehen jetzt die neuen Meister vom Niederrhein fest. Ein Vize-Titel ging dabei an den NBV-Chef-Trainer und Spieler der ersten NBV-Herren, Mark Joachim.

Der 44-jährige hatte sich am Samstag in einem hochdramatischen Halbfinale bis ins Endspiel der Herren 30-Konkurrenz vorgekämpft: Nach einer sicheren 5:2-Führung gegen Robert Messling vom Ratinger TC Grün Weiß, zerrte sich Joachim erst den einen und gleich darauf den anderen Oberschenkel.

„Aufgeben war keine Option für mich“, erklärte Joachim später. Stattdessen versuchte der Netzballer durchzuhalten, verlor aber schnell viele Spiele hintereinander und lag schliesslich 5:7 und 1:5 zurück. Für die zahlreichen Zuschauer war eigentlich klar, dass hier innerhalb weniger Minuten, Messling als Sieger vom Platz gehen würde.

Doch kurz vor dem offensichtlichen Sieg, verletzte sich dann auf einmal der Ratinger. Mit einem Muskelfaserriss konnte er kaum noch laufen und nur noch schlecht aufschlagen und retournieren.

Mark Joachim hielt mit seinen Verletzungen weiter durch und führte schließlich im zweiten Satz mit 6:5 als Messling aufgab. Die Zuschauer litten mit beiden Spielern mit und hätten lieber ein verletzungsfreies Match verfolgt, aber an Dramatik war das Spiel kaum zu überbieten und sorgte für jede Menge Gesprächsstoff.

Im Finale stand Mark Joachim dann mit Raphael Özelli vom Gladbacher HTC einem sehr fitten und unverletzten Gegner gegenüber. Trotz seiner Zerrungen, spielte der NBVer ein tolles Match, unterlag aber schließlich mit 4:6, 2:6 und holte sich den Vizemeister-Titel der Herren 30.

Im Damen 30 Finale sicherte sich Daniela Kalthoff vom Lintorfer TC mit einem 6:3, 6:2 Sieg über Claudia Alkan vom ETB Essen den Titel.

In den Einzel-Finalen der offenen Klasse standen sich jeweils Gegner zweier unterschiedlicher Altersgenerationen gegenüber:

Bei den Herren setzte sich der erst 19-jährige Tim Sandkaulen vom Gladbacher HTC gegen den an Nummer eins gesetzten 36-jährigen Jasper Smit vom TC Bredeney nach einem hochkarätigen Match mit 6:4, 3:6 und 6:2 durch.

Im Damenfinale hingegen hatte die jüngere Spielerin noch das Nachsehen. Die erst 16-jährige Julia Rennert vom TC Neuss-Gnadental hatte sich nach einem 0:5-Rückstand nach einer Aufholjagd wieder bis zum 5:5 heran gekämpft, verlor dann aber den ersten Satz im Tie-Break mit 6:7 gegen die 30-jährige Sarah Gronert vom Lintorfer Tennisclub. Der zweite Satz und damit der Titelgewinn ging dann mit 6:0 klar an die an eins gesetzte Gronert.

Im Herren-Doppel spielten mit Tim Sandkaulen und Raphael Özelli die beiden Sieger der offenen und der 30er-Klasse gemeinsam auf einer Seite. Beiden stand noch einmal ein schweres Match gegen Hermann Gertmann und Max Hertl vom Rochusclub Düsseldorf bevor. Am Ende konnten sich die beiden Gladbacher Özelli und Sandkaulen dann aber mit 4:6, 6:4 und 10:3 durchsetzen und sicherten sich auch noch den Niederrhein-Titel im Doppel.

Dieses Kunststück gelang auch Sarah Gronert: Im Doppel griff sie noch einmal mit der Vorjahressiegerin im Einzel, Imke Küsgen vom Ratiner TC, gemeinsam an. Wieder stand ihr ihre Einzelgegnerin Julia Rennert gegenüber. Diese spielte an der Seite von Alice Tesan vom Rochusclub Düsseldorf.

Nach einem hochklassigen Match siegten Gronert und Küsgen. Damit konnte Gronert ebenfalls zwei Titelgewinne für sich verbuchen.

Bei der anschließenden Siegerehrung erntete der Netzballverein großes Lob von den TVN-Funktionären, aber auch von vielen Spielern für die reibungslose Ausrichtung der Niederrheinmeisterschaften.

Zu der routinierten Turnierleitung gehörte auch der Netzballer Patrick Iber, der als Turnierleiter und Oberschiedsrichter gleich eine Doppelfunktion hatte. Auch der frühere NBV-Vorsitzende Thomas Ihlo gehörte der Turnierleitung an und NBV-Sportwart Mark Höhfeld dem Turnierausschuss.

Selbst der Präsident des Tennisverbandes Niederrhein, Dietloff von Arnim, war den ganzen Finaltag über im Netzballverein und lobte die sehr gute Organisation und die tolle Atmosphäre. „Wir waren sehr gerne hier“, so von Arnim, der auch auf die positive Mitgliederentwicklung des Netzballvereins im Gegensatz zu vielen anderen Tennisclubs einging.

Die tolle Atmosphäre war auch den zahlreichen Zuschauern zu verdanken: Die gesamte Turnierwoche über strömten zahlreiche Netzballer und Tennisfreunde in den Netzballverein und genossen hochklassiges Tennis in ihrem Heimatverein. Von der vollbesetzten Tribüne aus oder gemütlich auf Picknickdecken mit kühlen Getränken auf den großen Wiesen hinter den Tennisplätzen, verfolgten die NBVer und Freunde begeistert die Spiele.

„Viel besser hätte es nicht laufen können“, freut sich auch NBV-Vorsitzender Bernd Wolf über den Saison-Höhepunkt. „Vor allem für unsere Kinder und Jugendlichen war es ein echtes Erlebnis, Tennis hier in unserem Club auf diesem hohen Niveau zu erleben.“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.