„Traum ist wahr geworden“

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Kristina Kratz und Martin Klose haben beim Deutschland-Pokal in der Hauptgruppe 2 den ersten Platz belegt.
„Heute aufgestanden und nochmal nachgeschaut: Es ist wirklich wahr, sie ist Gold!“ So hat Kristina Kratz ihren jüngsten Erfolg mit Tanzpartner Martin Klose in sozialen Netzwerken kommentiert.
Und auch im Gespräch mit dem Stadtanzeiger ist die 30-Jährige noch immer ganz euphorisch. Der Grund: Das Tanzpaar hat im Düsseldorfer Boston-Club Gold beim Deutschland-Pokal (das entspricht der Deutschen Meisterschaft) in der Hauptgruppe 2 (ab 27 Jahre) geholt. Ein Riesenerfolg, denn die Beiden tanzen erst seit diesem Frühjahr Einzel.
Die Leidenschaft fürs Tanzen entstand allerdings schon viel früher: Der Wittener Martin Klose hat schon in der Jugend erfolgreich Einzel getanzt und kam dann zum Formationstanz. Vier Jahre lang tanzte er in der Velberter Formation mit Kristina Kratz als Partnerin, bevor die Beiden jetzt eine Einzelkarriere gestartet haben. Natürlich bleiben sie dabei ihrem Steckenpferd, den lateinamerikanischen Tänzen, treu.
Schon nach dem ersten Finaltanz, der Samba, sah die Wertung beim Turnier in Düsseldorf vielversprechend aus. „Wir standen gleich auf Platz eins“, berichtet die Velberterin. Und das sollte so bleiben. Souverän setzte sich das Paar Tanz für Tanz an der Spitze fest, so dass am Ende die verdiente Goldmedaille stand. „In diesem Moment, wenn Du die Medaille in Händen hältst, sind die Tränen und Schmerzen vergessen. Ein Traum ist wahr geworden“, sagt Kristina Kratz bewegt.
Und die gab es in der Vorbereitung reichlich: Weil sie kurzfristig auch noch in der Formation einsprang, stand über einen Zeitraum von zehn Wochen sieben Tage die Woche Training auf dem Programm, am Wochenende 16 Stunden. „Ich habe gemerkt, dass ich körperlich ans Limit gegangen bin, ich hätte beim Deutschland-Pokal nicht noch eine Runde tanzen können!“
Denn nur eine Woche vor dem wichtigen Einzelturnier hat die Velberterin noch die Deutsche Meisterschaft der Formationen getanzt. Eine Riesenbelastung, „weil der Körper keine Zeit zur Regeneration hat“. All das ist inzwischen vergessen, jetzt will das Paar sich ausschließlich auf die Einzelkarriere konzentrieren. „Das bietet den Vorteil, dass sich Verbesserungen schneller einstellen“, sagt Kratz. Denn die Trainerin - übrigens wie in der Formation Astrid Kallrath - hat nur ein Paar, an dem sie Stärken und Schwächen identifizieren und abstellen bzw. forcieren muss. Nach 13 Jahren Formationstanz eine willkommene Abwechslung, wie Kratz meint. Im Gegenzug fehlt ihr aber schon jetzt das Teamgefühl, das in einer Formation einmalig sei.
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