Charity-Talk der "besten Schwestern" fand große Beachtung

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Der erste Charity-Talk des Soroptimist International Clubs Heligenhaus-Velbert fand eine große Resonanz. (Foto: Ulrich Bangert)
 
(Foto: Dennis Ewert)

Erster Charity-Talk des Soroptimist International Clubs (SI Club) Heiligenhaus-Velbert

Privatleute und Unternehmer aus der Region einfach um Spenden für verschiedene Hilfsprojekte bitten, das wollten die Frauen des Soroptimist International Clubs (SI Club) Heiligenhaus-Velbert nicht. "Unser Ziel ist es, auch über den Hintergrund zu informieren und ein Bewusstsein für die gute Sache zu schaffen", so die zweite Vorsitzende Olivia Werthmann auf Nachfrage des Stadtanzeigers. Das sei der Grund gewesen, warum Präsidentin Dr. Martina Dürbeck-Günther gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern des SI-Clubs den ersten SI-Charity-Talk veranstaltet hat, bei dem geladenen Gästen im Verwaltungsgebäude des LaminatDEPOT aufgezeigt wurde, welche Projekte unterstützenswert sind.

"Bei diesem Talk hatten die Vertreter der Hilfsorganisationen die Möglichkeit, vor den rund 120 Zuhörern über die Schwerpunkte ihrer Arbeit zu sprechen", sagt Werthmann. Unter anderem kamen Psychologe Dr. Fritz Pellander vom Verein „Hilfe für Kinder e.V Velbert“ und Bernhard von Glasenapp, der das Projekt "Frauenhaus in Afrika" unterstützt, zu Wort - nicht bei einzelnen eintönigen Vorträgen, sondern bei einem unterhaltsamen Gespräch, das durch Moderator Björn Schüngel geleitet wurde. "Das hat er wirklich gut gemacht! Zwischendurch war es mucksmäuschenstill im Publikum, weil alle gebannt lauschten. Es war eben nicht nur rein sachlich, sondern zudem oftmals emotional." Das essentiell Wichtige konnte so gut herausgestellt werden. Weitere Fragen wurden darüber hinaus im Anschluss in Gesprächen geklärt.

Kulinarische Highlights gab es vom Sternekoch

Unter den Gästen befanden sich zum Großteil Unternehmer aus Velbert und Heiligenhaus. Neben den Informationen wurden ihnen auch kulinarische Highlight durch Sternekoch Walter Stemberg serviert, außerdem sorgten Matthias Goebel und Philipp van Endert für Live-Musik.

SI-Club Heiligenhaus-Velbert wurde im Mai 2014 gegründet

Gegründet wurde der SI-Club der Städte Velbert und Heiligenhaus im Mai 2014. "Wir sind also ein noch sehr junger Club, aber in der kurzen Zeit haben wir dennoch schon vieles bewirkt", so Werthmann, die zu den sechs Gründungsmitgliedern zählt. Durch ihre Freundschaft zur Gründungsvorsitzenden Dr. Alexandra Ruthmann sei die Oberhausenerin dazu gekommen. "Eine große Meinungsvielfalt ist uns sehr wichtig", erläutert die zweite Vorsitzende. "Daher soll jeder Beruf innerhalb des Clubs immer nur durch ein Mitglied vertreten sein." Mitglied bei den Soroptimistinnen werden, das könne man in der Regel nur durch Empfehlung. "Wir sind dennoch zunächst erst einmal offen für alle Anfragen von interessierten Frauen."

Eins der Ziele: Gelder für soziale Projekte generieren

Die regelmäßigen Treffen - jeden vierten Mittwoch im Monat im Waldhotel in Heiligenhaus - dienen der Vernetzung von Frauen im Berufs- und Privatleben und der Planung unterschiedlicher Veranstaltungen, mit denen Gelder für soziale Projekte generiert werden. Außerdem referieren an diesen Club-Abenden verschiedene Experten über wichtige Themen des gesellschaftlichen Lebens. Regelmäßig unterstützt SI Heiligenhaus-Velbert den Verein „Hilfe für Kinder in Velbert“, die Aktion "Wasserrucksack PAUL" und das Projekt „Frauenhäuser für Afrika“. Zusätzlich hat sich der Club in der letzten Zeit auch für den Bau des Hospiz- und Palliativ-Zentrums Niederberg stark gemacht.

Besonders Frauen und Kindern einen Zugang zu Bildung und Kultur zu ermöglichen, haben sich die inzwischen 28 Soroptimistinnen des lokalen Serviceclubs auf die Fahne geschrieben. Mit rund 100.000 Mitgliedern in über 3.200 Clubs in 123 Ländern ist Soroptimist International der größte Serviceclubs berufstätiger Frauen und setzt sich mit diesem weltweiten Netzwerk und durch internationale Partnerschaften für Menschenrechte, weltweiten Frieden und internationale Verständigung, verantwortliches Handeln, ehrenamtliche Arbeit, Vielfalt und Freundschaft ein. "In Deutschland engagieren sich über 6.500 Frauen in 214 Clubs", informiert Olivia Werthmann.

Allein die Tombola brachte über 5.000 Euro ein

Das Fazit der zweiten Vorsitzenden zum ersten SI-Charity-Talk fällt durchweg positiv aus: "Es war eine wirklich gelungene Veranstaltung, bei der wir auf die verschiedenen Hilfsprojekte aufmerksam machen konnten." Eine Wiederholung sei sehr wahrscheinlich. Besonders der Zusammenhalt zwischen den Frauen des Clubs habe sich wieder herauskristallisiert. "Wir waren alle sehr nervös, doch es hat wunderbar geklappt!" Erste mündliche Spendenzusagen habe es bereits direkt am Abend gegeben. "Außerdem wurden bei unserer Tombola alle Lose verkauft, allein dadurch sind schon über 5.000 Euro für die gute Sache zusammen gekommen", freut sich Werthmann, die schon jetzt die nächste Aktion ankündigt: "Für den 23. September bereiten wir eine Neandersteig-Wanderung vor, das Startgeld ist ebenfalls wieder für einen guten Zweck bestimmt."

Weitere Informationen und Hintergrundwissen:
-Der Name Soroptimist International (SI) ist vom Lateinischen "sorores optimae" abgeleitet und wird von den Mitgliedern als Anspruch an das eigene Verhalten im Leben und im Beruf und als mitmenschliche Verpflichtung verstanden.
-In Deutschland wurde 1930 der erste Soroptimist International Club in Berlin gegründet.
-Der SI-Club Heiligenhaus-Velbert wurde am 10. Mai 2014 als 208. Club in SI Deutschland gechartert und hat zur Zeit 28 Mitglieder, die das Clubleben prägen.
-Gründungspräsidentin ist Dr. Alexandra Ruthmann.
-Der Name Soroptimist ist vom Lateinischen "sorores optimae" abgeleitet, was soviel bedeutet wie "die besten Schwestern“.
-Interessierte, die mehr erfahren oder den Club mit Spenden für die verschiedenen Hilfsprojekte unterstützen möchten, können sich auf der Homepage http://www.si-heiligenhaus-velbert.de informieren.
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