Flop der Woche

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Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) zieht was die Weizenernte betrifft folgendes Zwischenfazit: Die Erträge werden voraussichtlich aufgrund des starken Niederschlags im Juni niedriger ausfallen. Beim Winterweizen konnten aktuell erst 20 Prozent der rheinischen Äcker geerntet werden. Grund dafür sind die ständigen Regenfälle. Im Durchschnitt der Jahre ist die Weizenernte Ende Juli im weiten Teilen des Rheinlands zu mehr als 50 Prozent eingefahren.

„In diesem Jahr merken wir wieder ganz deutlich, dass wir unter freiem Himmel und eben nicht in einer wetterunabhängigen Produktionshalle arbeiten“, sagt Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV). Er hofft, dass die Weizenernte jetzt nicht zur Hängepartie wird.

Der RLV rechnet damit, dass die Erträge beim Weizen 25 bis 30 Prozent unter denen des Vorjahrs liegen. Auch die Hektolitergewichte liegen in einer Bandbreite von 68 bis 80 kg/hl deutlich niedriger als in der Region üblich. Aufgrund der wenigen Sonnenstunden sind die Weizenkörner klein und es kam vermehrt zu so genannten Schmachtkörnern, so der RLV. Nordrhein-Westfalen war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes mit im Juni 155 Stunden anstatt der durchschnittlichen 184 Stunden und mit aufgerundet 180 Stunden im Juli anstatt der durchschnittlichen 187 Stunden ein sonnenscheinarmes Bundesland.

Im Juni hat es fast doppelt so viel Niederschlag gegeben: Vor allem der Juni war zu nass mit gut 150 l/m² anstatt der durchschnittlichen 84 l/m². Zwar war der Juli nach den Ergebnissen des DWD im Schnitt sehr trocken und die Gersten- und Rapsernte konnte zügig eingebracht werden. Die Durchschnittstemperatur betrug 18,5 °C (17,0 °C) und die Niederschlagssumme nahezu 45 l/m² (82 l/m²). Dennoch konnte aufgrund der jüngsten wiederkehrenden Niederschläge und der hohen Luftfeuchtigkeit die Weizenernte bisher nur im „Stop and Go“-Modus an wenigen Stunden am Abend eingebracht werden.

Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

„Zum Glück sind wir bisher von weiteren Qualitätsproblemen – insbesondere von Belastungen durch Fusarien, also Pilzen – verschont geblieben. Wir haben durch den zielgerichteten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln alles daran gesetzt, die Qualitäten zu sichern“, betont Conzen. Die gesamte Wetterlage über den Vegetationsverlauf habe zu einem hohen Infektionsdruck durch Pilzschädlinge geführt.
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