Von Stiftung geleitet

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Schwester Sabine Adam, Provinzoberin der mitteleuropäischen Provinz der Congregatio Jesu, übergab die Einrichtung an den neuen Stiftungsvorstand Peter Huyeng.
Das Kinder- und Jugendhilfezentrum Haus Maria Frieden wird ab sofort nicht mehr vom Orden Congregatio Jesu geleitet, sondern von einer Stiftung. Die Übergabe fand im feierlichen Rahmen statt. Vorausgegangen sind diesem Schritt fast zehn Jahre Überlegungen und Planungen. „Umso mehr freue ich mich, diesen Schritt heute zu vollziehen“, sagte Schwester Sabine Adam, Provinzoberin der mitteleuropäischen Provinz der Congregatio Jesu, bei ihrer Ansprache. Der Orden übergibt das Kinder- und Jugendhilfezentrum in eine kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts, da so die Finanzierung und der Fortbestand auf sichereren Beinen stehen. „Wir wollen, dass die gute Arbeit im Kinder- und Jugendhilfezentrum Haus Maria Frieden auf lange Sicht fortgeführt werden kann.“

Allerdings ziehen sich die Schwestern nicht ganz aus Langenberg zurück: Mit Schwester Elisabeth als Teamleiterin Notaufnahme, Schwester Mechthild in der Kita Haus Maria Frieden und Schwester Marica im Bereich Flüchtlingshilfe sind weiter drei Maria-Ward-Schwestern vor Ort, freute sich Schwester Sabine.
Gegründet worden war das Kinderheim 1948, damals wurden 39 Kinder von 18 Mitarbeitern betreut. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich viel getan, machte der Leiter der Gesamteinrichtung Peter Huyeng deutlich. In der Trägerschaft der Schwestern hat sich das Haus Maria Frieden von einem familienersetzenden Kinderheim für Kriegswaisen zu einer modernen Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe mit differenziertem Angebot entwickelt. Neben dem Kinderheim mit statiönären und teilstationären Wohnangeboten gehört auch die Kindertagesstätte, die offene Ganztagsschule an der Förderschule sowie das betreute Wohnen für Menschen mit Behinderungen heute zum Angebot des Haus‘ Maria Frieden. Etwa 100 Mitarbeiter betreuen mehr als 160 junge Menschen. „Wir verstehen es als unsere Aufgabe, junge Menschen zu befähigen, selbstständig zu leben“, brachte Huyeng auf den Punkt. Von dem Moment an, wenn die Kinder und Jugendlichen auffällig werden, begleitet die Einrichtung sie mit dem Ziel sie auf einen neuen Lebensweg zu bringen. „Das gelingt nicht immer, aber oft“, konstatierte Huyeng, was er auf den wertschätzenden Umgang der Mitarbeiter mit den Jugendlichen zurückführte.
Seit 2009 leitet Huyeng die Einrichtung und das soll auch so bleiben. „Wir haben hier in all unseren Bereichen so gute Mitarbeiter, dass ich mit der Leitung und in der Zusammenarbeit mit dem Stiftungsrat eine gute Perspektive sehe“, so Huyeng. Dieser Stiftungsrat als Aufsichtsratsgremium ist kompetent und prominent besetzt, unter anderem mit Prof. Dr. Reinhard Wiesner, einem der Väter des Kinder- und Jugendhilfegesetzes.
Zahlreiche Gäste aus Politik, Kirche und Fachverbänden nahmen an der Gründungsfeier teil, darunter die ehemalige Leiterin Schwester Maria Regina, die das Haus Maria Frieden 33 Jahre lang geleitet hatte, Landrat Thomas Hendele und der Velberter Bürgermeister Dirk Lukrafka.
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