Rocken für den guten Zweck

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  Hünxe/Voerde: Benefizveranstaltung am Tender für rockbegeisterte Eltern und deren Kinder

Rock am See – Eine einzigartige Location mit super Sound, guter Bandauswahl, Rund-um-sorglos-Paket für die Kleinen und das Ganze bei besserem Wetter, als erwartet.


Von Dunja Vogel

Hünxe/Voerde. Rockige Sounds und beste Stimmung empfingen die Besucher bereits auf dem Parkplatz am Tenderingssee. Baden war am vergangenen Samstag nicht angesagt, denn „Rock am See - Tender“ (RaS) ging in die nächste Runde: Bereits zum fünften Mal stellte das Organisations-Team gemeinsam mit der „Kruh“, den 150 ehrenamtlichen Helfern, die die Aktion mit Leidenschaft unterstützen, das Rock-Spektakel auf die Beine.
Die 3.000 Tickets waren Anfang Mai bereits nach sechs Tagen ausverkauft – Rekord. Aus über 90 Bewerbungen wählte der Veranstalter sechs unterschiedliche Bands aus, die den Gästen bestes Festival-Feeling bescherten. Aber nicht nur rockbegeisterte Eltern kamen auf Ihre Kosten. Auch für Kinder wurde wieder viel geboten: Hüpfburg, mobile Kletterwand und Luftballonwettbewerb.
„Die Idee zur Benefizveranstaltung entstand Anfang 2013 beim Stammtisch einiger rockbegeisterter Kindergartenväter“, erzählt Miriam Wiberny vom Orga-Team. „Im Schatten der Zeche“ nennen sich die „Urväter“ von Rock am See - Tender. Sie wollten etwas auf die Beine stellen, das ein breites Publikum anspricht, vor allem Familien mit Kindern. Voraussetzungen waren: Rockmusik und der gute Zweck. Bereits im September darauf fand das erste RaS mit 700 Besuchern statt. Die Einnahmen kommen bis heute Kindern und Jugendlichen vor Ort zu Gute - der Grundgedanke des Ganzen. In diesem Jahr fand das Festival bereits zum wiederholten Mal mit 3.000 Besuchern statt. Gibt es noch Luft nach oben? „Wir möchten den familiären Charakter der Veranstaltung beibehalten. Diese Größenordnung ist für uns noch gut zu organisieren. Jeder hat seinen Aufgabenbereich und ist mittlerweile routiniert darin“, erklärt die zweifache Mutter und einzige Frau im Orga-Team. „Es soll nicht kommerziell werden. Rock am See ist eine Familienveranstaltung und so soll es auch bleiben. Wir finanzieren uns ausschließlich durch Sponsorengelder. Den Gewinn erzielen wir nur über den Getränkeverkauf, der dann schließlich an die jeweiligen Institutionen als Spende weitergeleitet wird“, so Wiberny. In den letzten Jahren konnten so etwa 60.000 Euro gespendet werden. Jeder Rock am See startet mit 0 Euro und endet mit 0 Euro.
Gegen Nachmittag verzogen sich dann auch die Regenwolken und das Festivalgelände füllte sich, als die ersten Bands bereits dem Publikum kräftig einheizten. Backstage genossen die Mitglieder der Bands die Atmosphäre. „Die Musiker sind begeistert von unserem Backstage-Bereich mit Live-Cooking und großem Buffet. Draußen haben wir Strandkörbe aufgestellt, in denen sie sich entspannen können“, erzählt Miriam Wiberny begeistert. Bands, die im nächsten Jahr dabei sein möchten, können sich ab sofort per E-Mail an info@rockamsee-tender.de bewerben. „Wir versuchen immer, ein gut gemischtes Line-up aufzustellen. Deutsch oder englischsprachig, alles ist dabei. Die Hauptsache ist, es muss Rock sein.“
Gegen 22 Uhr gaben als Headliner des Abends die Musiker von „Alex im Westerland“ die größten Hits der beiden Punkrock-Urgesteine der „Toten Hosen“ und der „Ärzte“ zum Besten und rockten die Bühne, dass das Publikum bebte: „Bitte geh' noch nicht, ich weiß es ist schon spät…“ tönt es aus den Boxen beim zweiten Song „Wie es geht“ von den "Ärzten". Große Leuchtstäbe werden verteilt und hüllen das Publikum in ein buntes Lichtermeer. Die einstündige Punkrock-Party findet mit dem finalen Feuerwerk ihren Abschluss.
40 Security-Mitarbeiter sorgten für die Sicherheit der Gäste. Fazit: Keine besonderen Vorkommnisse, entspannte und fröhliche Gesichter, wohin man schaute – wie in den Jahren zuvor.
Die Spendengelder gehen in diesem Jahr an die Waschbärenbande der Pfadfinder in Bruckhausen, die Fit Kids aus Wesel, die Franz-Jürgen Schmitz Stiftung "Kinder in Not" in Bottrop und den Regenbogenkindergarten in Möllen. "Was, wenn's regnet" - beim RaS 2017. Alle Fotos: Tanja Schilling
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