Auf dem NaBeBa in Waltrop erkunden Kinder die Natur

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Michelle (14) und Emma (15) helfen seit über einem Jahr ehrenamtlich beim NaBeBa mit. Sie lieben den Umgang mit den Tieren und den Kindern und finden es gut, dass hier behinderte Menschen integriert werden.
 

Reiten, Tiere streicheln, auf Bäume und Gerüste klettern, durch den Wald streifen, im Gemüsegarten buddeln, gießen und anschließend Selbstgeerntetes zubereiten und verputzen - das alles bietet der Natur- und Begegnungsbauernhof NaBeBa behinderten und nicht behinderten Kindern und Jugendlichen in Waltrop.

Besonders beliebt sind zurzeit die Ferienfreizeiten. Dabei stehen die Pferde-Freizeiten an erster Stelle, betreut von Farina Meuerer, die auch das therapeutische Reiten „Pferdestärken“ im NaBeBa aufgebaut hat. Ebenso beliebt sind die Themenfreizeiten unter dem Motto „Afrika“. Dabei bietet die NaBeBa-Naturwerkstatt alles rund um Tierpflege, Gartenbau, Handwerk, Naturschutz und Ernährung.

Gegründet wurde der NaBeBa im April 2007 von Dorothee Zijp. „Für mich bot seinerzeit das verwilderte idyllisch gelegene 8000 Quadratmeter große Grundstück mit angrenzendem Wald auf den ersten Blick einen idealen Ort, um Kinder und Jugendliche mit der Natur vertraut zu machen“, berichtet die Erzieherin.
Inzwischen ist die Fläche kontinuierlich auf 20.000 Quadratmeter erweitert worden. Vor allem durch die Übernahme eines ehemaligen Vereinsgeländes und Gründung eines neuen Korfballvereins. Ein harmonischer Ort, an dem Behinderungen und Handycaps keine Rolle spielen und sich Kinder vorurteilsfrei an ein Miteinander gewöhnen. Stets gern gesehen sind hier auch Jugendliche, die regelmäßig aus der Waltroper Förderschule Oberwiese und der Martin-Luther-King-Schule in Castrop-Rauxel abgeholt werden.

Neben acht Pferden gibt es auf so einem richtigen Begegnungshof natürlich auch Hühner mit kleinen Küken und zahlreiche Kaninchen und Meerschweinchen zum Streicheln. Sobald Dorothee Zijp mit Futter lockt, kommen auch Rudi, Maja und Lotta, die drei frei laufenden Hängebauchschweine angeflitzt - und dazu jede Menge kleiner und großer Kinder, die beim Füttern helfen möchten.
Seit Ende Juli 2009 läuft beim Natur- und Begegnungsbauernhof in Waltrop an der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel ein spannendes Projekt. „Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung lernen hier ganz praktisch, wie man unterschiedliche Nahrungsmittel anbaut, erntet und auf verschiedene Arten zubereiten und konservieren kann“, erzählt Dorothee Zijp.

Im Jahr 2013 rief Florian Zijp eine neue Holzwerkstatt ins Leben, die mittlerweile ebenfalls zum festen Bestandteil der pädagogischen Arbeit zählt. Der Projektleiter und Erzieher berichtet: „Hier fertigen Kinder von vier bis zehn Jahren bereits einfache Holzspielzeuge mit richtigem Werkzeug an. Jugendliche erlernen die Reparatur von Zäunen, Ställen und andere Arbeiten und erhalten so einerseits den NaBeBa und werden andererseits auf das Berufsleben vorbereitet.“
Ein weiterer Bestandteil des Hofes ist ein Steinofen, der mit viel ehrenamtlicher Unterstützung gemeinsam mit den Kindern errichtet wurde. Hier werden Brote, Brötchen und Pizzen gebacken und zusammen mit dem selbst gezogenen Gemüse zubereitet.

Der Natur- und Begegnungsbauernhof NaBeBa befindet sich in Waltrop, Stadtgrenze Castrop Rauxel, Am Rapensweg. Jeden Donnerstag gibt es einen Familientag von 15 bis 18 Uhr statt. Jeder, der Lust hat, kann an diesem Tag gerne vorbeikommen und mitmachen. Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung oder anderen Handicaps sind herzlich willkommen.

Für die Teilnahme an Ferienfreizeiten sind Anmeldungen erforderlich. Freie Termine gibt es noch für die nächste Ferienfreizeit vom 27. bis 31. Juli und für die NaBeBa-Themenfreizeit vom 3. bis 7. August. Weitere Informationen und Anmeldung unter Tel. 0152/02136687 oder im Internet unter www.nabeba.de.
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