Gartenstadt Waltrop bringt Kita-Kindern den Bau von Nistkästen bei

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„Piep, piep, piep, wir haben euch alle lieb“, das singen sicherlich schon bald Meisen, Schnäpper, Kleiber und Sperlinge in ganz Waltrop. Die heimischen Piepmätze werden sich freuen, denn schon bald finden sie hier jede Menge neuer Nistkästen.

Gebaut haben die „Nisthilfen für Höhlenbrüter“, so lautet die korrekte Bezeichnung, fleißige Kindergarten-Kinder unter der Anleitung von Ehrenamtlichen der Gartenstadt Waltrop, einem eingetragenen Verein.
„Der Bau der Vogelhäuschen bei uns Kleingärtnern ist ein ganz wichtiger Beitrag, die Wohnungsnot in der Vogelwelt zu mildern“, sagt Pressesprecher Otfried Eggenhofer. „Schließlich sind in Deutschland mehr als die Hälfte aller Vogelarten gefährdet.“
In diesem Februar sind zwei Gruppen der Evangelischen Kita im Berg in Begleitung von Elke Jaeger und Mareike Broihan zu Gast im Haus der Kleingärtner. Schon durch die geschlossene Tür des Bastelraumes hört man aufgeregtes Geschnatter und Gehämmer.
Auch die elektrische Bohrmaschine ist nicht zu überhören, bedient von Klaus Baehre und der kleinen Frieda (6). Gemeinsam bohren sie Löcher in eine Baumscheibe als Nisthilfe für Bienen und Wespen. Gleichzeitig werkeln Johannes (6), Lara und Rebecca (beide 5) gemeinsam mit Wilfried Krüger an ihrem ersten Nistkasten.
Die Drei wissen schon genau, wen die Vogelhäuschen beheimaten sollen. „Wir haben vorhin einen Film über Vögel gesehen und dabei gab es Kuchen und Limonade“, erklärt Johannes. „Jetzt bauen wir für die Vögel Nistkästen, weil die das ja nicht alleine können.“

Ein Heim für Piepmätze

Lara freut sich genau wie die anderen Kinder besonders darüber, dass jedes von ihnen ihren selbst gebauten Nistkasten mit nach Hause nehmen darf. Eifrig erzählt die Fünfjährige: „Den bring‘ ich zu meiner Oma Püppi, die hat einen Garten mit großen Bäumen, da können wir den Kasten aufhängen.“
Reinhard Brandhorst (57) steht derweil Lia, Frieda und Maite zur Seite und setzt mit ihnen einen Nistkasten zusammen. Mittendrin umlagern Justus und Natan Horst Jander, der zum ersten Mal seine ehrenamtliche Hilfe anbietet, beim Bau eines weiteren Nistkastens.
Es ist schon faszinierend zu sehen, mit welcher Ernsthaftigkeit und Ausdauer sich die Fünf-bis Sechsjährigen ihrer Aufgabe widmen. Mit beiden Händen den Hammer umklammert, gelingt es selbst den zierlichsten Mädchen, die Nägel in die vorgefertigten Holzbrettchen zu schlagen.
Zum Schluss darf jedes Kind seinen Namen auf die Rückseite seines Häuschens schreiben. Schnell ist der interessante Nachmittag vorbei und mit einem hoch beladenen Bollerwagen voller Nistkästen geht es zurück zur Kita im Berg.
Auch hier werden sich bald die Vögel über neue Nisthilfen freuen und sich mit ihren Liedern bedanken. „Piep, piep, piep...!“

Engagement

Schon seit 13 Jahren laden die Kleingärtner Kita-Kinder ein, um gemeinsam Nistkästen für Vögel und Nisthilfen für Bienen und Wespen zu bauen. Die Idee dazu hatte Wilfried Krüger. Auch nach so vielen Jahren übernimmt der stellvertretende Gartenobmann der Gartenstadt Waltrop die Vorarbeiten. Jedes Jahr sägt und schleift er Hunderte von Holzbrettchen, aus denen er dann gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfern Klaus Baehre, Reinhard Brandhorst und Horst Jander und Kindern aus verschiedenen Waltroper Kitas den Vogel-Wohnungsbau beginnt.
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1 Kommentar
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Roland Nelke aus Castrop-Rauxel | 18.02.2016 | 22:14  
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