Museum Jerke öffnet seine Pforten in Recklinghausen

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Dr. Werner Jerke, ist stolz auf das neue, selbst geplante und selbst finanzierte Museum
Welcher Sammler träumt nicht davon, seine Kunstwerke in einem eigenen Museum zur Schau zu stellen. Dr. Werner Jerke hat sich diesen Traum erfüllt. In direkter Nachbarschaft zum Ikonenmuseum präsentiert der imposante Neubau aus Granit seine gesammelten Meisterwerke polnischer Künstler mitten in der Recklinghäuser Altstadt. Dr. Werner Jerke ist überzeugt: „Kunstwerke gehören niemals einem allein. Sie werden vom Besitzer lediglich auf Zeit gepachtet. Ich bin froh, wenn ich sie für einen Moment halten kann. Das Entscheidende ist aber, dass sie der gesamten Gesellschaft gehören“. Kunstkenner konnten die Eröffnung des aufsehenerregenden Granitbaues kaum erwarten. Schon am ersten Tag füllten sich, zur Freude des Museumserbauers, die hellen großzügigen, teils extravaganten Ausstellungsräume mit zahlreichen interessierten Besuchern. Bereits während seines ersten Studiums beeindruckt Werner Jerke die pulsierende Kulturszene in Warschau. Nach seinem abgeschlossen Geografie-Studium kommt er 1981 aus dem oberschlesischen Pyskowice nach Deutschland, um Medizin in Bonn zu studieren. Schon damals beginnt er polnische Kunst zu sammeln, später unterstützt von seiner Frau Dagmar. Fasziniert von der Kunst, entschließt sich der Facharzt für Augenheilkunde zusätzlich zu einem Studium der Kunstgeschichte. 2015 beginnt das Ehepaar Jerke am Johannes-Janssen-Platz in Recklinghausen das eigens für die Sammlung Jerke konzipierte und jetzt eröffnete Museum zu planen. Das von der Familie Jerke komplett privat finanzierte Museum beherbergt nicht nur die eigene Kunstsammlung, sondern wird als Projektraum für Veranstaltungen offen stehen. Die Fenster der ersten und zweiten Etage wurden von Wojciech Fangor entworfen, einem der prominentesten Vertreter der polnischen Kunstszene der Gegenwart. Die Sammlung des Recklinghäusers, der in Herten eine Praxis für Augenheilkunde führt, besteht derzeit aus mehr als 600 Exponaten. Sie enthält echte Raritäten der polnischen Avantgarde der 1920er Jahre und der polnischen Moderne ab 1960. Die Ausstellung zeigt Werke herausragender Künstler, unter anderem von Wladyslaw Strzeminski, Katarzyna Kobro, Wojciech Fangor, Wilhelm Sasnal und Ryszard Grzyb. Einige der Exponate wurden bereits weltweit ausgestellt, unter anderem im Museum of Modern Art in New York. Aktuell sind im Museum Jerke auf einer Ausstellungsfläche von 400 Quadratmetern etwa 80 Polnische Kunstwerke zu sehen, die freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 11 bis 15 Uhr zu besichtigen sind. Langfristig plant Werner Jerke auch Sonderführungen. Der Kunstkenner sagt: „Ich möchte das Museum auch regelmäßig für Kindergruppen öffnen, denn es ist mir wichtig, vor allem junge Menschen frühzeitig didaktisch an Kunst heranzuführen.“
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2 Kommentare
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Monika Wübbe aus Marl | 04.05.2016 | 14:46  
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Gitte Hedderich aus Herten | 10.05.2016 | 06:33  
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