Repair-Café Datteln - Ein Jahr Erfolgsgeschichte

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Günter Petrat hat´s geschafft - Gerda Kindermund kann mit ihrem alten Gerät wieder CD´s hören
 
Kurt Kemny und Christian Möller tüffteln gemeinsam

Datteln - Vor einem Jahr öffnete das Repair-Cafe im Caritas Begegnungszentrum Treffpunkt Hachhausen am Westring 8 in Datteln und schreibt seither eine wahre Erfolgsstory. Die Idee dazu hatte eine Gruppe von Frauen und Männern, die dort Hilfe zur Selbsthilfe bei Kleinreparaturen aller Art leisten möchten.

Sie sind davon überzeugt, dass viele Mitbürger es leid sind, Kleingeräte einfach wegzuwerfen, nur weil sich eine einfache Reparatur durch einen Händler nicht mehr lohnt. Eine Crew von ehrenamtlichen findigen Do-it-your-self-Handwerkern vermitteln Tipps und Kniffe, wie man im Repair-Café unter Anleitung solche Reparaturen selbst vornehmen kann. Auch ehrenamtliche Nähmaschinen- und Handarbeitsexpertinnen helfen, wenn die Nähmaschine streikt. So bekam auch Annemarie Schmülling schnelle Hilfe bei Textstil-Ingenierin Margot Sindermann. Sie fand schnell heraus, woran es bei der mitgebrachten Nähmaschine haperte.

Ein bisschen biegen, ein bisschen Öl

und schon lief Maschine wieder einwandfrei. Die Rentnerin bedankte sich glücklich: „Hier in Datteln gibt es kein Geschäft, das Nähmaschinen wartet. Ich hätte extra nach Dortmund fahren müssen.“ Ebenso freute sich Gerda Kindermann über ihren reparierten alten CD-Kassettenrekorder. „Ich habe eine CD geschenkt bekommen und konnte sie nicht abspielen.“ Günter Petrat, gelernter Elektro-Installateur wusste Rat: „Ich kann den Rekorder zwar nicht reparieren, weil es das defekte Teil nicht mehr gibt, aber wenn Frau Kindermann das CD-Fach mit einem Gummiband umwickelt, spielt er wieder.“

Also: Gewusst wie!

Das dachte sich auch Norbert Vernhorst. Selbst Lehrer für Maschinenbau bekam er sein 15 Jahre altes Telefon nicht mehr flott: „Die Telecom stellt es nicht mehr her und liefert auch keine Ersatzteile“. Die ehrenamtlichen Helfer Maschinenbau-Ingenieur Kurt Kemny (64) und Elektrotechniker Christian Möller (34) tüftelten eine Lösung aus. „Für Helfer und Hilfesuchende eine runde Sache. Man erhält Hilfe und kommt mit anderen Menschen in Kontakt“, schwärmt Karl-Heinz Feldhaus, Mitbegründer des Repair-Cafés. „Bei Kaffee und Kuchen kann man um Rat fragen, Erfahrungen austauschen oder selber mit anpacken. Wenn es erfolgreich war, wäre eine kleine Spende ganz nett.“ „Da es sich beim Repair-Cafe um Hilfe zur Selbsthilfe handelt, können selbstverständlich auch keine Garantien für Reparaturen übernommen werden. Neue Materialien, wie Stecker, Kabel oder Sicherungen müssen natürlich bezahlt werden. Aber das versteht sich von selbst“, sind sich die Helfer sicher.“ Wer Lust hat, im Repair-Cafe ehrenamtlich mitzumachen, wendet sich am besten an folgende Ansprechpartner: Karl-Heinz Feldhaus, E-mail: karl-heinz-feldhaus@web.de oder, Reiner Spotke, E-mail: reiner-spotke@web.de. Natürlich kann jeder Interessierte beim nächsten Treffen des Repair-Cafés am Samstag, 4. Juni von 14 bis 17 Uhr (Mai fällt aus) einfach mal hereinschneien, mit reparaturbedürftigen Kleingeräten oder Kleidungsstücken oder einfach nur mit guten Ideen. Gerne werden auch Bücher mit Handwerkstipps für eine kleine Do-it-yourself-Bibliothek angenommen. Petra Pospiech

Infokasten
Am Samstag, 16. April veranstaltet der Treffpunkt Hachhausen ab 14 Uhr ein Frühlingsfest, bei dem sich das Begegnungszentrum, die Demenzbereatung und Tagespflege sowie viele Ehrenamtliche Gruppen vorstellen. Es gibt Kaffee und Kuchen, Vorträge und ab 18 Uhr ein Abschlusskonzert des Musikvereins Schmidt
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