Waltrop bleibt fair: Auszeichnung für die Stadt und das Ruhrgebiet

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Fairtrade-Geschäftsführer Dieter Overath überreichte der Waltroper Delegation die Rezertifizierungsurkunde. (Foto: Faire Metropole Ruhr e.V./Jan Drews)
 
Beim Regionalverband Ruhr in Essen erhielten 30 Kommunen, ein Kreis, der RVR und das Netzwerk Faire Metropole Ruhr erneut ihre Auszeichnungsurkunden als Faire Metropole. (Foto: Faire Metropole Ruhr e.V./Jan Drews)

Industriestandort, Fußballregion, Kulturhauptstadt - das Ruhrgebiet hat viele Facetten. Weniger bekannt ist eine weitere Vorreiterrolle: Als erste Großregion weltweit wurde das Ruhrgebiet 2013 mit dem Titel „Faire Metropole“ ausgezeichnet. Nun wurde dieser Titel bestätigt - und auch die Stadt Waltrop ist mit dabei.

Bei der Feier der Titelerneuerung im Sitzungssaal des Ruhrparlaments beim Regionalverband Ruhr in Essen erhielten 30 Kommunen, ein Kreis, der RVR und das Netzwerk Faire Metropole Ruhr erneut ihre Auszeichnungsurkunden. Dieter Overath, Geschäftsführer von Fairtrade Deutschland lobte das besondere Engagement im Revier für Fairen Handel und weltweite Gerechtigkeit.

Bereits seit August 2011 trägt Waltrop den Titel „Fairtrade Town“ und gehört damit zu den Wegbereitern der Fairen Metropole Ruhr. Nicht nur im Rathaus trinkt man fair gehandelten Kaffee und Tee, auch viele Einzelhändler und Gastronomiebetriebe haben Produkte aus Fairem Handel im Sortiment. Bei der Auszeichnung in Essen wurde die Stadt von Klaus Beie sowie dem Mitglied der Steuerungsgruppe „Fairtrade Town“ Thomas Paschek vertreten.

Dr. Marc Jan Eumann, Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, unterstrich die Rolle der Kommunen. „Eine gerechte Welt fängt vor Ort an. Was Sie hier vor Ort tun, ist etwas ganz Besonderes - damit ist die Faire Metropole nicht nur Vorbild für NRW, sondern auch weit über die Grenzen des Landes hinaus.“
Sportreporter Manni Breuckmann, Schirmherr der Initiative Netzwerk Faire Metropole Ruhr, brachte es auf den Punkt: „Die Metropole Ruhr spielt in der Champions League der fair handelnden Regionen.“

Bereits 2010 hatte sich das Ruhrgebiet durch die Magna Charta Ruhr.2010 verpflichtet, auf Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu verzichten. Ulrich Carow, Umweltdezernent des RVR betonte: „Die Unterzeichnung im Jahr der Kulturhauptstadt war ein erster Meilenstein - als Zeichen dafür, dass sich die Kommunen des Ruhrgebiets zusammentun für ein gemeinsames Thema. Ab dem heutigen Abend überlegen wir, welche Projekte wir gemeinsam auf den Weg bringen können.“

Die Auszeichnung ist für die Initiatoren des Netzwerks Faire Metropole Ruhr nur ein Etappenziel. Weitere Pläne sind bereits gefasst: Ziel ist es, jede einzelne Kommune des Ruhrgebiets zur „Fairtrade Town“ auszuzeichnen und somit den Fairen Handel bei der breiten Bevölkerung und in der öffentlichen Beschaffung voranzutreiben.
„Derzeit leben rund 4,3 Millionen Menschen im Ruhrgebiet in einer Fairtrade-Stadt oder -Kreis. Unser Ziel ist, dass in absehbarer Zeit alle Kommunen aktiver Teil der Fairen Metropole Ruhr werden“, so Vera Dwors und Markus Heißler, beide Sprecher des Netzwerks Faire Metropole Ruhr. „Wir verstehen das Engagement der Kommunen für mehr Gerechtigkeit im Handel mit den Ländern des Südens, auch als einen Beitrag um Fluchtursachen zu bekämpfen und den Menschen in ihren Herkunftsländern Perspektiven zu geben. Dazu betreiben wir auch sehr aktiv Bildungsarbeit. So zum Beispiel mit unserem Projekt FaireKITA, bei dem sich rund 100 Kindertageseinrichtungen beteiligen und mit globalen Themen beschäftigen.“
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