Rettungsaktion für Bienenschwarm in Waltrop

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Dieses große Bienenvolk hätte so leider keine Chance gehabt, den Winter zu überstehen. Daher entschieden sich die Imker des Dattelner Imkervereines, dieses Volk zu retten.
 
Imker Rosenfeld mit einem Kollegen der Feuerwehr Waltrop. Leider passt der Drehleiterwagen der Feuerwehr Waltrop nicht an die benötigte Stelle im Park.
Waltrop: Stutenteich |

Eine außergewöhnliche Rettungsaktion fand gestern am Stutenteich in Waltrop statt.

Dort hatte sich in einer großen Weide ein staatlicher Bienenschwarm niedergelassen und in Ermangelung einer Behausung außen am Baum ihre Waben gebaut. Da sie aber dort der Witterung schutzlos ausgesetzt sind, wurde über facebook und eine WhatsApp-Gruppe der Dattelner Imkerverein informiert, der die Situation begutachtete.

Das Bienenvolk hätte den Winter nicht überlebt


Imker Simon Rosenfeld vom Dattelner Imkerverein stellte sehr schnell fest, dass die Bienen nicht, wie sie es in der freien Natur eigentlich machen, in einer Spechthöhle einen Unterschlupf gebaut hatten, so dass sie den anstehenden Winter bestimmt nicht überlebt hätten. Daher beschlossen die naturverbundenen Imker, eine Rettungsaktion zu starten.

Feuerwehr konnte leider nicht helfen


In einer ersten Aktion wurde versucht, die Feuerwehr Waltrop um Hilfe und Unterstützung zu bitten. Diese schickte auch umgehend einen Kollegen vor Ort, allerdings stellte sich dann recht schnell heraus, dass der Drehleiterwagen der Feuerwehr Waltrop wegen seiner Größe nicht an diese Stelle des Stutenteichparks manövrieren konnte. Dennoch bedankt sich der Imkerverein Datteln sehr für die schnelle Unterstützung der Feuerwehr Waltrop.

Kostenfreie Unterstützung der Firma Hundrup GmbH


Ein Anruf bei der Hubsteigervermietung Hundrup GmbH in Waltrop löste dann dieses Dilemma. Firma Hundrup stellte dem Dattelner Imkerverein kostenlos einen Hubsteiger zur Verfügung, damit diese Rettungsaktion für die Bienen stattfinden konnte. Am Montag Nachmittag war es dann soweit, Simon Rosenfeld und weitere Imker des Dattelner Imkervereins waren mit ihrer Ausrüstung und Schutzkleidung vor Ort, um die Bienen umzusiedeln.

Jede Wabe einzeln abgeschnitten


Da die Bienen ihre Waben durch einen Ast der Weide gebaut hatten, musste jede einzelne Wabe abgeschnitten und in einem Eimer vom Baum heruntergelassen werden. Am Fuße des Baumes wurden diese Waben dann von den Imkerkollegen in Empfang genommen, in Rähmchen eingesetzt und dann in neue Bienenbehausungen (sog. Bienenbeuten) umgesetzt. Offensichtlich haben die Bienen gemerkt, dass sie gerettet werden sollten, laut Aussage der Imker waren die sehr friedlich und haben höchstens ein oder zwei Mal gestochen.
Nach ca. 2 Stunden waren alle Bienen zunächst einmal umgesiedelt, so dass man nur noch auf nachzügelnde Bienen warten musste.

Neues Zuhause im Jammertal


Am Abend ist dann die neue Bienenbehausung mit den Bienen umgezogen zum Jammertal in Datteln an den Rand der Haard. Imker Holger Krause vom Dattelner Imkerverein wird dieses neue Volk gegen die Varroamilbe behandeln und hoffentlich gut über den Winter bringen.

Falls Sie mal einen Bieneschwarm sehen sollten, können Sie sich gerne an den Imkerverein Datteln wenden, der wird gerne versuchen, den Schwarm dort einzufangen. Imkerverein Datteln

Vielen Dank auch an Kathy Mauritz aus Waltrop, die uns einige Ihrer Bilder für diesen Artikel freundlicherweise zur Verfügung stellte. Ebenfalls sehr herzlichen Dank an die Fa. Hundrup GmbH für die Leihgabe des Hubsteigers!
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