Urban-Gardening in Recklinghausen: Einladung zur "Offenen Gartenpforte" am 1. Juli

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Aktive und Besucher erkunden gern die Hochbeete: (v.l.n.r.) Mathilde Storm, Inge Oldenburg, Nagah Hassan, Andreas Boike, Hana Hassan und Wanda Schwarzfeller.
 
Isabell Schwarfeller liebt das Schlüssellochbeet, eingefasst mit Steinen aus Recklinghäuser Innenstadt. Auch Töchterchen Wanda, Heide Müller und Mark Pracht sind begeistert.

„Einfach gemeinsam“, das ist die Devise der Gartenfreunde, die sich seit September letzten Jahres zusammengetan haben, um ein öffentliches Grundstück am Ökumenischen Zentrum Arche in Recklinghausen gemeinschaftlich zu bepflanzen. Im Rahmen der „Offenen Gartenpforte“ lädt die Initiative Vestgarten alle Interessieren am 1. Juli von 15 bis 19 Uhr herzlich ein.

„Urban-Gardening“ - also Urbaner Gartenbau - ist eine Philosophie, auf die sich immer mehr Menschen gerne einlassen. Auch in Recklinghausen an der Nordseestraße 104 hat sich eine Interessengemeinschaft zusammengefunden, die eine kleinräumige, gärtnerische Nutzung einer städtischen Fläche innerhalb eines Siedlungsgebietes für sich entdeckt hat.
“Angefangen hat alles mit einem VHS-Kurs Urban-Gardening im September 2014“, erzählt Matthilde Storm (67). „Spontan meldeten sich sofort 40 bis 50 Leute. Mit 30 Leuten unternahmen wir dann eine Bustour um uns bereits bestehende „Gärten in der Stadt“ angesehen haben. Nachdem der Film „Wenn ein Garten wächst“ die Kapazitäten des Cineworld Kinos in Recklinghausen sprengte, war klar, jetzt machen wir uns auf die Suche nach einem Grundstück in Recklinghausen.“ Mit von der Partie ist auch Isabell Schwarzfeller. Sie hat Tropische Landwirtschaft in Holland studiert. Mit ihrer einjährigen Tochter Wanda auf dem Arm berichtet die 25-jährige: „Begeistert von der Idee der Lokalen Agenda hat Landschaftsarchitekt Hans-Jürgen Karsch sich federführend um die Suche und Organisation gekümmert. Die Suche nach einem geeigneten Grundstück gestaltete sich schwierig.
Barbara Noga gab dann den ausschlagenden Tipp: "Die 1000 Quadratmeter große Fläche neben dem Ökumenischen Zentrum Arche diente bislang nur aus Hundeauslauf.“ Die Katholische Liebfrauengemeinde gab nach eingehenden Gesprächen der Interessengruppe gern ihr Ok zum „Urban-Gardening“. Im Frühjahr dieses Jahres ging es los. Gemeinsam buddeln, pflanzen und mähen hier alle gemeinsam, ob jung oder alt, Gartenexperte oder Laie. „Zuerst haben wir erst einmal die Wege angelegt“, erläutert Forstwirt Andreas Boike (47). „Dazu haben wir die Grasnarbe maschinell abgetragen und mit Häckselschnitt abgedeckt.“ Danach entschied sich die Gruppe mehrheitlich für Hochbeete. Sie sind auch für ältere Menschen gut zu erreichen und halten Schädlinge fern. Diakonie-Beschäftigte der Recklinghäuser Werkstätten in Horneburg erklärten sich gern bereit, dazu Holzpaletten passgerecht zuzuschneiden. „Gefüllt wurden dann die Hochbeete zuerst mit Holz und Ästen als Drainage, darauf kam dann die abgetragene Grasnarbe und weitere Gartenabfälle. Danach dann Mutterboden, den wir von der Stadt bekommen“, erklärt Isabell Schwarzfeller. In die so vorbereiten Hochbeete werden dann Gemüse- und Kräuterpflanzlinge gesetzt. Pferdedung gibt es aus Castrop-Rauxel. Matthilde Strom hat jede Menge Tomatenpflanzen vorgezogen: "Einen Teil davon habe ich Jugendlichen des Jugendtreffs Hillerheide geschenkt. Dafür haben sie versprochen, uns Sitzplätz aus Paletten zu bauen. Die evangelische Jugend hat unsere Komposter künstlerisch gestaltet."

Dieses Miteinander ist es, was alle so begeistert


Andreas Boike bringt es auf den Punkt: „Das unterschiedliche Wissen macht zusammen eine gute Suppe.“ Mathilde Storm ist begeistert: „Jeden Mittwoch- und Freitagnachmittag treffen sich hier die Gartenbegeisterten. Gern kommen auch Kinder aus dem benachbarten Kindergarten und der Schule. Die einen bringen Verwandte mit, die anderen ihre Nachbarn. Ob Einheimische oder Flüchtlinge – hier wird einfach das Miteinander gelebt.“

Ansprechpartner für Interessenten sind Isabell Schwarzfeller (Tel.: 02361/9909606) und Mathilde Storm (Tel.: 02361/491194).
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