Landwirte wehren sich gegen "newPark"

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„Die newPark-Flächen müssen der Landwirtschaft erhalten bleiben“, sagte Friedrich Steinmann (l.), Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Recklinghausen, in einem Pressegespräch. (Foto: Foto: WLV)

Seit vielen Jahren ist eine Fläche von 503 Hektar zwischen Datteln und Waltrop im Regionalplan der Bezirksregierung als Industriegebiet ausgewiesen. Pächter vor Ort sehen ihre Existenz bedroht, wenn sie ihre landwirtschaftlichen Flächen verlieren.

Einige von ihnen haben daher ihr Vorkaufsrecht nach dem Grundstückverkehrsgesetz bei der Kreisstelle der Landwirtschaftskammer angemeldet. Nun hat der Kreis Recklinghausen Klage gegen die hierzu erhobenen Auflagen der Landwirtschaftskammer eingereicht. In einem Pressegespräch machten die Landwirte ihre Anliegen zum Thema
„newPark“ deutlich.

„Der Flächenverbrauch im Gebiet des Kreisverbandes Recklinghausen hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Wir wollen den Flächenfraß zum Schutze der Landwirtschaft reduzieren. Flächen dürfen nur dann der Landwirtschaft entzogen werden, wenn es tatsächlich der Ansiedlung von Großunternehmen dient, die viele Arbeitsplätze schaffen“, macht Friedrich Steinmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Recklinghausen, deutlich.

Aus Sicht der Bauern gilt es, wertvolle landwirtschaftliche Flächen zu erhalten und zu schützen. „Unserem Verständnis nach begründet sich die besondere Bedeutung des Agrarbereichs allein schon durch die Tatsache, dass durch ihn Ernährungssicherung gewährleistet wird“, stellt Friedrich Steinmann fest. Die Fläche diene darüber hinaus als Lebensraum für heimische Tier- und Vogelarten und der Naherholung der Bevölkerung.

„Alleine in den vergangenen zehn Jahren sind im Kreisverbandsgebiet fast fünf Prozent der landwirtschaftlichen Fläche verloren gegangen“, macht Friedrich Steinmann die Auswirkungen für die Landwirte deutlich. „Wir wollen ein deutliches Signal senden, um wieder mehr Gespür dafür zu schaffen, wie wertvoll unser Land ist.“

Der newPark könne nur dann verwirklicht werden, wenn sichergestellt sei, dass bei Umsetzung des geplanten Gewerbe- und Industriegebietes zwischen Datteln und Waltrop tatsächlich mehrere Tausend Arbeitsplätze entstehen.
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