Datteln: Ein wenig Zeit schenken

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Familienpatin Evelyn Demeter (l.) und Karin Lunemann im Gespäch. Vor der Vermittlung einer Patenschaft versucht die Projektkoodinatorin, durch eingehende Gespräche mit Familien und Paten die passenden Partner zu finden. (Foto: Petra Pospiech)

Besonders junge Familien, Alleinerziehende oder Familien in Notlagen wünschen sich oftmals Unterstützung.

Daher ist die Nachfrage nach Familienpaten groß. Jetzt sucht der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Datteln weitere ehrenamtliche Familienpaten und bietet Ende Februar neue Schulungen an.
Koordiniert wird das Projekt des SkF von Diplom-Sozialarbeiterin Karin Lunemann. Sie trat Anfang des Jahres die Nachfolge von Kerstin Esser an. Die neue Projektkoordinatorin weiß: „Die aktiven Familienpaten bringen sich hervorragend ein, dennoch sind ihre zeitlichen Möglichkeiten fast ausgeschöpft und einige Familien müssen bereits auf die Hilfe eines Paten warten. Dabei sind es nur zwei bis drei Stunden Zeit wöchentlich, die das Engagement eines Familienpaten ausmachen.“
Gern unterhält sie sich mit Familienpatin Evelyn Demeter. Die Dattelnerin berichtet: „Ich betreue seit vier Jahren ein kleines Mädchen. Ihre Familie bat damals aus gesundheitlichen Gründen um Hilfe. Mittlerweile kennen wir uns sehr gut und wir freuen uns gegenseitig auf unsere Treffen ein bis zwei Mal in der Woche. Wir gehen spazieren oder auf den Spielplatz, wir basteln, malen, fahren Fahrrad. Gern helfe ich auch bei den Hausaufgaben.“
„Auf diese Weise schenken die Familienpaten Kindern Zeit und Aufmerksamkeit und die Eltern haben etwas Luft im stressigen Familienalltag“, erklärt Karin Lunemann. „Sie haben dann die Möglichkeit, Behördengänge, Arztbesuche oder Einkäufe zu erledigen. Manchmal tut es den Erwachsenen aber auch einfach gut, sich eine kleine Auszeit zu nehmen und Kraft zu schöpfen für die Herausforderungen des täglichen Lebens.“
Wer Interesse hat, sich für Dattelner Familien zu engagieren, kann sich ab sofort bei Karin Lunemann melden. Sie sagt: „Eine pädagogische Ausbildung ist keine Voraussetzung, wohl aber Erfahrung im Umgang mit Kindern und Interesse, sich auf Menschen in anderen Lebenssituationen einzulassen.“

"Wunderbar, wie sich Vertrauen aufbaut"

Darüber hinaus kann jeder Familienpate selbst entscheiden, wieviel Zeit er einbringen möchte. Im weiteren Verlauf steht die Projektkoordinatorin Karin Lunemann jederzeit zur Verfügung und es finden regelmäßige Treffen für die Familienpaten statt.
Familienpatin Evelyn Demeter möchte ihre Patenschaft nicht missen: „Es ist wunderbar, wie sich im Laufe der Zeit Vertrauen aufbaut und man spürt, wie sich Eltern und Kinder über die Besuche freuen.“
Das SkF Datteln bietet ab Ende Februar eine vorbereitende Schulung für neue ehrenamtliche Familienpaten an. Organisatorische und rechtliche Fragen werden geklärt, ein Kurs zur Ersten Hilfe wird absolviert und Themen wie Kommunikation, Rolle und Aufgaben eines Paten oder Grenzen setzen werden gemeinsam erarbeitet. Die insgesamt zehn Treffen finden alle zwei Wochen an einem Wochentag in den frühen Abendstunden statt.
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