Vereinbarkeit von Pflege von Beruf

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Immer mehr Beschäftigte stehen vor dem Problem, die häusliche Pflege eines Angehörigen mit dem eigenen Beruf zu vereinbaren.

Niemand möchte seinen Beruf vernachlässigen, doch in akuten Pflegephasen würden sich pflegende Angehörige wünschen, auf das Verständnis und auf Hilfen von Arbeitgebern und Kollegen bauen zu können. In der Realität schrecken sie aber oftmals davor zurück, ihren Arbeitgeber über ihre Situation zu informieren. Sie befürchten, ihr Arbeitgeber könnte ihre Leistungsfähigkeit in ihrer angespannten Situation in Frage stellen.

Dattelns Bürgermeister André Dora übergab jetzt die ersten „Info-Boxen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ an Jörn Kemper, Personalleiter bei Wirtz Druck, und Markus Danielsmeier, Geschäftsführer des Kaufhaus Danielsmeier. Erarbeitet wurden die Info-Boxen vom Kompetenzzentrum Frau & Beruf Emscher-Lippe, deren Mitarbeiterin Bettina Vaupel bei der Übergabe ebenfalls anwesend war.

Sie vermittelt Unternehmen und Beschäftigten mit zu pflegenden Angehörigen lokale Angebote sowie konkrete Anregungen und Tipps zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Bürgermeister Dora unterstützt diese gute Idee, die sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern in schwierigen Situationen helfen kann.

Markus Danielsmeier sieht in der Info-Box „einen wichtigen Ansatz für die, die durch das Pflegen von Angehörigen in eine schwierige Situation kommen. An wen sollen die sich sonst wenden, wenn nicht an den Arbeitgeber?“ Und Jörn Kemper von Wirtz Druck sieht in der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ein Thema, „das bei vielen überhaupt nicht im Fokus steht. Deshalb ist es wichtig, dieses Tabu zu lösen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mitzuteilen, dass es diese Infos im Unternehmen gibt.“

Die Info-Box enthält einen Leitfaden für Unternehmen, der neben den gesetzlichen Regelungen auch Empfehlungen zur praktischen Umsetzung enthält. Ein Maßnahmenkatalog listet eine Vielzahl betrieblicher Möglichkeiten auf und ermöglicht es, eigene Angebote zu überprüfen.

Ein weiterer Teil wendet sich an pflegende Mitarbeiter, er hilft Beschäftigten beim Aufbau eines stabilen Pflegearrangements und dem Zugang zu Beratungsstellen. Der Ratgeber enthält zudem Empfehlungen zur Organisation, Informationen über Auswirkungen auf das Arbeitsverhältnis und bietet wertvolle Entscheidungshilfen für eine optimale Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.
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