Stadtverwaltung auf Wanderschaft

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Die ehemalige Hauptverwaltung des Baunternehmens Heitkamp an der Langekampstraße in Wanne-Süd.
Herne: Heitkamp-Hauptverwaltung |

Eine „große Wanderungsbewegung“ von städtischen Ämtern und Behörden kündigt Oberbürgermeister Frank Dudda an. Hintergrund ist der Erwerb der ehemaligen Hauptverwaltung des Bauunternehmens Heitkamp in Wanne durch die Herner Gesellschaft für Wohnungsbau (HGW).

Zum Jahreswechsel hat das kommunale Wohnungsunternehmen die Gebäude an der Langekampstraße gekauft. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Hauptnutzer wird künftig die Stadt Herne sein, die dort schon in Kürze Flüchtlinge unterbringen will. Rund 300 bis 400 Menschen aus Krisengebieten können dort demnächst eine kurzfristige Bleibe finden.
Langfristig verfolgt die Stadt allerdings ganz andere Pläne mit der Immobilie. „Wir wollen dort einen zukunftsfähigen Verwaltungs­standort etablieren und werden versuchen, den Einstieg in ein technisches Rathaus hinzubekommen“, sagt Oberbürgermeister Frank Dudda, und nennt auch Zahlen: „300 bis 500 Mitarbeiter“ der Stadtverwaltung könnten dort schon bald ihren neuen Arbeitsplatz haben.

Umzug in Etappen

Der Umzug in Etappen, wie es Dudda nennt, soll schon im zweiten Quartal 2016 beginnen. Für die Verwaltung sollen dann bereits 3000 qm im Hauptgebäude bezugsfertig sein. Ob demnächst auch noch die 1900 qm hinzukommen, die zurzeit von der Heitkamp Ingenieur- und Kraftwerksbau GmbH genutzt wird, ließ der OB angesichts eines bestehenden Mietsvertrages offen.
Geplant ist deshalb zunächst, die Fachbereiche Stadtplanung, Bauordnung und Recht aus dem Rathaus Wanne zur Langekampstraße zu verlagern. Im Wanner Rathaus würden dadurch wiederum Räume frei für den Sozialbereich, der im WEZ längst die Kapazitätsgrenze erreicht hat.
Von der Bahnhofstraße soll der Fachbereich Umwelt in die ehemalige Heitkamp-Hauptverwaltung umgesiedelt werden. „Wir wollen Gebäude wie das an der Bahnhofstraße abmieten und uns dadurch haushaltstechnisch entlasten“, erklärt Frank Dudda. Auch der Standort Richard-Wagner-Straße sowie das Verwaltungsgebäude Stennert spielen bei solchen Überlegungen eine Rolle. Und der OB und seine Mitarbeiter haben auch hier schon konkrete Pläne. Wenn der Fachbereich Öffentliche Ordnung und das Rechnungsprüfungsamt von der Südstraße ins Heitkamp-Gebäude verlagert würden, dann könnte Stadtgrün vom Stennert-Gebäude zur Südstraße umziehen.

Verwaltungs- und Gewerbestandort Wanne-Süd

„Wir wollen die Verwaltung so effizient wie möglich zusammenziehen“, sagt der OB. Ungeachtet aller Synergieeffekte strebt die Stadt auch eine Aufwertung des Quartiers an. „Es ist ein deutliches Signal, dass wir es mit dem Stadtumbau ernst nehmen“, erklärt der Oberbürgermeister. Seine Idealvorstellung: „Ein kombinierter Verwaltungs- und Gewerbestandort Wanne-Süd.“
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