Premiere für den Herner Selbsthilfetag

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Das Planungs-Team hat ein Jahr an der Vorbereitung gearbeitet. Nun hoffen die Mitglieder auf viele Besucher. Foto. A. Thiele
Herne: Buschmannshof |

Wer mit einer chronischen Erkrankung oder einer anderen schwierigen Lebenssituation zurechtkommen muss, braucht ein offenes Ohr. Am besten von Menschen, die ihn verstehen und selbst in einer ähnlichen Lage sind. Hier ist eine Selbsthilfegruppe eine gute Adresse. Beim Herner Selbsthilfetag kann man am Samstag in Kontakt treten.

Von Hilfe bei Aneurysma, Depressionen, Osteoporose, Alkoholabhängigkeit und Demenz bis hin zum Treff für pflegende Angehörige: Die Herner Selbsthilfe-landschaft ist sehr vielfältig. „Aktuell gibt es rund 100 Gruppen in Herne. Und die Zahl wächst“, weiß Dr. Katrin Linthorst vom Fachbereich Gesundheit.

Start um 10 Uhr am Buschmannshof


Gemeinsam mit Vertretern verschiedener Gruppen hat sie in einem Planungs-Team über ein Jahr den ersten Herner Selbsthilfetag vorbereitet. Dieser findet am heutigen Samstag, 22. August, ab 10 Uhr am Buschmannshof statt. „Etwa 50 Gruppen stellen sich dabei vor“, verrät Linthorst. Wir wollen die Öffentlichkeit einladen, sich zu informieren, zu Gesprächen, zum Austausch und zur Unterhaltung.“

Selbsthilfegruppen gehören seit Jahrzehnten zum Herner Stadtbild. Doch natürlich haben sie sich im Laufe der Zeit gewandelt. „Früher waren die Gruppen größer. Heute holen sich viele Betroffene ihre Informationen aus dem Internet“, erlärt Magdalene Sonnenschein. Die Rentnerin hat als langjährige Geschäftsführerin des DRK Herne und Wanne-Eickel die Selbsthilfelandschaft in der Stadt von Beginn an begleitet.

Daher weiß sie auch, das die modernen Medien den persönlichen Kontakt nicht ersetzen. „Der Austausch findet weiter in den Gruppen statt. Dabei merken die Menschen dass sie nicht allein sind“ Daher sei auch der Selbsthilfetag wichtig, um noch mehr betroffene auf die Möglichkeiten aufmerksam zu machen.

Spaß am Leben zurückgewinnen


Zustimmung erntet Magdalene Sonnenschein auch von Inge Wilzoch. Sie gehört der Gruppe Aneurysma an. „Die Gespräche helfen weiter. Ohne würde es vielen schlechter gehen. Und man wird zum Experten für die eigene Krankheit.“
Auch Gul Iqbal will die Erfahrungen nicht messen. Er leidet an Depressionen, doch „durch die Gruppe wieder Spaß am Leben gefunden“, betont er. Stets nach dem Motto: Gemeinsam ist man stark.

Alle Interessierten sind daher herzlich eingeladen, heute zum Buschmannshof zu kommen. Neben den Infoständen gibt es Musik, Mitmachaktionen, Kinderangebote. „Es wird ein buntes Straßenfest“ lockt Katrin Linthorst.
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