"Liebeslust und Wasserschaden" in der Museumsscheune

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Dieses Chaos im trauten Heim ist für Siegfried (r.) und Kalle ja nur noch zum Schreien. (Foto: privat)
 
"Trautes Heim, Glück allein", das war einmal, bis Rita (l.) ihre beste Freundin Katrin bei Siegfried einquartiert hat. (Foto: privat)

Wattenscheid - Es ist wieder Theaterzeit in diesen Wochen in der Museumsscheune an der Engelsburger Straße. Die ehrenamtlich aktive Spielgruppe des Eppendorfer Heimatvereins bringt an sieben Abenden "Liebeslust und Wasserschaden" auf die Bühnenbretter und spricht damit im 23. Jahr ein dankbares Publikum von insgesamt wieder über 1.000 Besuchern an. Denn bereits jetzt vor den drei abschließenden Vorstellungen am kommenden Wochenende steht fest: Bis auf wenige Rückläuferkarten durch Krankheit etc. sind die Aufführungen mit jeweils rund 150 Amüsierfreudigen ausverkauft.

Drei Akte - elf Darsteller


Elf ehrenamtlich aktive Darsteller haben sich in den letzten Monaten und Wochen an vielen Abenden getroffen, haben ihre Texte gelernt und geprobt, um den Erwartungen des Punlikums möglichst gerecht zu werden: "Wir wollen das unsere Besucher für gut zwei Stunden ihre Alltagssorgen vergessen können und mit einem guten Gefühl nach Hause gehen", formuliert Regisseur Dieter Mussmacher den langjährigen Anspruch an die herbstlichen Theatertermine. "Ich glaube, dass wir dieses Ziel in diesem Jahr wieder ganz gut erreicht haben mit der Beziehungskomödie von Hans Schimmel". In der Tat bietet "Liebeslust und Wasserschaden" in drei Akten spielfreudige und je nach Stimmungslage wandlungsfähige Charaktere.

"Staubsammlung"


Schauplatz des munteren Spiels ist die Wohnung des peniblen wie putzigen Bilanzbuchhalters Siegfried Klein (Sebastian Kipf), dessen trautes Heim und organisiertes Leben von vielen "Gästen" mal so richtig auf den Kopf gestellt wird: Von seiner Schwester (Konstanze Fork-Thutwol), die ihre beste Freundin Katrin Niedlich (Kristin Schlenkhoff) nach einem Wasserschaden ohne Vorwarnung bei ihrem Bruderherz einquartiert. Von seinem besten Freund Kalle (Hagen Trapp) auf Selbstfindungstrip, von Vermieterin Maria Schmitzke (Renate Wisnewski), die erst die Nebenkostenabrechnung und dann Thope-Tropfen für besondere Anlässe zur Hand hat. Von Nachbarin Emilie Kieckenbusch (Hanne Tönnies), die mit Siegfried um die schönere "Staubsammlung" wetteifert. Und nicht zuletzt von mehr oder weniger kompetenten Handwerker-Duos wie den Elektro-Installateuren Peter Krumm (Wolfgang Schulz) und Winfried Schief (Hans-Peter Reichert), die gar nicht mit Leitungen unter Putz gerechnet hatten oder den Klempnerinnen Mechthild Schreck (Christa Vetterkind) und Susi Schraube (Gisela David), die eher die männlichen Kunden denn Heizungsrohre im Blick haben. Netter Running-Gag und verbindendes Element ist der Postbote (Tim Reuter), der eigentlich Dichter werden wollte, und die Einleitung und Überleitungen sympathisch gestaltet und nach fast drei Stunden (inklusive der beiden Pausen) natürlich auch das letzte Wort hat.

Und in den beiden Ruhephasen ist es ja schon Tradition, dank vieler weiterer ehrenamtlicher Helfer des EHV gute Bewirtung für kleines Geld zu genießen und im Zelt auf dem Museumsplatz mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen.

Wieder an sieben Abenden ein starkes Stück Eppendorf!

Hintergrund

- Freitag (17.) ab 20 Uhr, Samstag (18.) ab 19 Uhr und zum Abschluss Sonntag (20.) um 17 Uhr sind weitere Vorstellungen von "Liebeslust und Wasserschaden", Einlass bei freier Platzwahl ist jeweils eine Stunde früher
- Infos zu evtl. Rückläuferkarten unter Tel. 75563 (Schulz)
- Wegen der begrenzten Parkplätze sind die Buslinien 345 (hält an der Engelsburger Straße direkt vor dem "Thorpe-Heimatmuseum") und 365 (Haltestelle "Eppendorf Mitte") Alternativen für die Anfahrt
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