Abenteuerspielplatz wird erneuert: Arbeiten am 1,25 Millionen Euro teuren Projekt haben begonnen

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Vertreter des Abenteuerspielplatzes, des Stadtverwaltung und des Stadtteilmanagements in dem ehemaligen Hauptgebäude des Spielplatzes, das jetzt durch ein neues Betreuungsgebäude ersetzt wird.

40 bis 50 Kinder im Alter von sechs bis 15 Jahren kommen täglich auf den Abenteuerspielplatz, um hier zu spielen, zu toben und die Tiere zu versorgen. Jetzt wird die Wattenscheider Institution, die seit 1988 an der Hüller Straße besteht, saniert. In dieser Woche begannen die Abbrucharbeiten.

Statt der bisherigen Container und Verschlagbauten soll auf dem Gelände ein Betreuungsgebäude mit Gruppenraum, Werkstatt, Küche, Büro und Hausaufgabenraum entstehen. 1,25 Millionen Euro wird die Baumaßnahme kosten, die durch das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) für die Soziale Stadt Wattenscheid ermöglicht wird. Zehn Prozent der Summe muss die Stadt tragen; der Rest stammt aus Mitteln der EU und der Städtebauförderung.
„Wir freuen uns, aber wir sind auch ein bisschen wehmütig“, sagt Christiane Gebehart, die seit Beginn den Abenteuerspielplatz leitet. Beim Stadtteilmanagement ist man ebenfalls froh über den Baubeginn. „Wir investieren in die soziale Infrastruktur, und das Leitthema ,bewegtes, gesundes Wattenscheid‘ der Sozialen Stadt findet sich in diesem Projekt wieder“, sagt Karsten Schröder vom Stadtteilmanagement.

Betreuung läuft weiter

Die Betreuung der Kinder und Jugendlichen wird während der Bauarbeiten aufrechterhalten. „Es ist wichtig, dass die Kinder die Anlaufstelle behalten“, betont Gebehart und geht davon aus, dass auch das traditionelle Sommerferienprogramm stattfinden kann.
Die wichtige Funktion des rund 1.300 Quadratmeter großen Abenteuerspielplatzes für Wattenscheid hebt Birgit Zimmermann vom Jugendamt hervor. Vor allem für Kinder, die in einem verdichteten Wohngebiet lebten, sei es gut, dass sie hier Kontakt zu den Tieren aufbauen könnten.
Pferde, Ziegen und Hühner gibt es zurzeit an der Hüller Straße. „Die Ziegen sind schon vor zwei, drei Jahren beim allerersten Abriss zu den Pferden gezogen, und jetzt folgten die Hühner“, erläutert Christiane Gebehart, dass auch hier alles für die Bauarbeiten vorbereitet ist. Wenn in einem Jahr alle Maßnahmen beendet sind und auch die Außenanlage neu gestaltet ist, sollen zudem wieder Kaninchen angeschafft werden.

Beginn hat sich verzögert

Ursprünglich sollten die jetzt gestarteten Abbrucharbeiten bereits im vergangenen Dezember beginnen. „Wir mussten aber erst noch ein Artenschutzgutachten für Fledermäuse, Igel und besondere Spatzen liefern“, erklärt Christoph Sobotta von den Zentralen Diensten den Grund für die Verzögerung.
Doch er ist zuversichtlich, dass der ursprüngliche Fertigstellungstermin gehalten werden kann. Nach dem Spatenstich im April soll das neue Betreuungsgebäude bis Ende dieses Jahres erbaut werden. Zeitliche Probleme könnte vielleicht der „komplexe Baugrund“, so Sobotta, bereiten, weil hier in der Vergangenheit etliche verschiedene Nutzungen waren. Daher wird ein Bodengutachter die Auskofferung des Bodens begleiten.
Nach der Errichtung des Betreuungsgebäudes soll dann bis zum Frühjahr 2018 der Neubau des Stalls folgen.
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