Auf den Spuren der Witwe Bolte: Sauerkraut-Herstellung in der Widar Schule

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Gartenbaulehrer Christoph Tober erklärt, wie man den Kohl zu Sauerkraut verarbeitet.

„Eben geht mit einem Teller Witwe Bolte in den Keller, dass sie von dem Sauerkohle eine Portion sich hole, wofür sie besonders schwärmt, wenn er wieder aufgewärmt.“ Mit diesem Zitat aus Max und Moritz begrüßte Gartenbaulehrer Christoph Tober die Schüler der sechsten Klasse, um sie auf die eigene Herstellung von Sauerkraut einzustimmen.



Zunächst wurden die verschiedenen Arten der Haltbarmachung besprochen. Diese reichten vom Trocknen, über das Einkochen, bis hin zum bis hin zum Einsäuern. Letzteres wurde dann auch gleich praktisch umgesetzt.
In drei Schritten konnten die Schüler die Herstellung von Sauerkraut nachvollziehen. „Zuerst müssen wir die äußeren Blätter des Kohlkopfes entfernen. Dann wird der Kohl in zwei Hälften geschnitten und der Strunk wird entfernt“, erklärte die 11-jährige Aylin.
An der zweiten Station wurde der Kohl zerkleinert. Die Sechstklässlerin Maria über ihren Arbeitsschritt: „Mit dem Kohlhobel wird der Kohl in kleine Streifen geschnitten. Da wir den Hobel per Hand bedienen, müssen wir sehr auf unsere Finger achten.“
Beim letzten Schritt ging es um die Haltbarmachung: „Wir stampfen den zerkleinerten Kohl, so tritt die Säure aus. Dann wird er in einen großen Topf gegeben“, berichtete Annika, die mit viel Tatkraft bei der Sache war. Der gestampfte Kohl wurde für das spätere Aroma mit Apfelschichten eingesäuert. Um den Säuerungsprozess und damit die Bakterienbildung in Gang zu setzen, wurde außerdem Buttermilch hinzugefügt.
„Jetzt muss das Sauerkraut vier bis sechs Wochen stehen, dann ist es genießbar und schmeckt hoffentlich genauso gut, wie das von Witwe Bolte“, mit diesen abschließenden Worten entließ Christoph seine fleißigen Schüler in die Weihnachtsferien.
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