Bufdi als soziale Alternative nach dem Abi

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Bufdis des aktuellen DRK-Jahrgangs
 
Bufdis Eric Nissen und Moritz Keller (v.l.) mit einem Glücksbringer
Bochum: DRK-Kreisgeschäftsstelle |

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) wird aktuell von 12 Personen beim heimischen DRK ausgeführt, deren Stellen im Sommer ersetzt werden müssen. Die jungen Frauen und Männer sind in den klassischen sozialen Aufgabenfeldern wie dem Behindertenfahrdienst, den mobilen sozialen Diensten und im Mahlzeitendienst eingesetzt. Das DRK weist auf diese gute Alternative hin, zumal durch den doppelten Abi-Jahrgang dieses Jahr einige Abiturienten sicherlich keinen Ausbildungs- oder Studienplatz bekommen werden.



Ab Juli kann der heimische Wohlfahrtsverband seine zugeteilten Plätze neu besetzen. Dabei sucht das DRK nur Absolventen, die einen Führerschein besitzen. Im Behindertenfahrdienst müssen die Bufdis sogar mindestens 19 Jahre alt sein und seit einem Jahr regelmäßig mit einem PKW am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen.

Wertvolle Erfahrungen für das Leben

Der Dienst der Bufdis dauert grundsätzlich ein Jahr, kann jedoch auf sechs Monate gekürzt und 24 Monate verlängert werden. „Dadurch kann die Zeit zwischen Schulende und Ausbildung bzw. Studium individuell geschlossen werden. Daneben können die jungen Freiwilligen zahlreiche Erfahrungen im sozialen Bereich machen, die oftmals fürs Leben prägen“, so der DRK-Vorsitzende Thorsten Junker. „Viele haben anschließend bessere Vorstellungen über ihr zukünftiges Berufsleben und einige haben sich auch danach für einen sozialen Beruf entschieden. Sicherlich steigert der Dienst auch die Sozialkompetenz.“

Bisher gute Erfahrungen mit Bufdis

„Unsere Bufdis sind stets sehr engagiert und interessiert, wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Im Gegensatz zum früheren Zivildienst ist erkennbar, dass sie sich freiwillig dafür entschieden haben und hinter der Sache an sich stehen. Sie lernen, dass das Leben nicht nur positive Seiten hat und bauen ihren Erfahrungsschatz massiv aus“, so Markus Eisenhuth, Koordinator der Freiwilligendienste beim DRK Wattenscheid.

Insgesamt nehmen die Bufdis an 25 Seminartagen jährlich teil, die an unterschiedlichen Orten stattfinden und bei denen Absolventen aus zahlreichen Dienststellen aufeinander treffen. Neben Informationen und sozialpädagogischen Elementen steht dort insbesondere der Erfahrungsaustausch an oberster Stelle. Doch auch praktische Einheiten wie ein Sicherheitstraining werden geboten und sollen den jungen Fahrern helfen

„Die Seminare sind interessant und abwechslungsreich, man lernt viele neue Leute kennen und pflegt Kontakte“, so Moritz Keller, der aktuell seinen Freiwilligendienst im Behindertenfahrdienst beendet. „Mir hat die DRK-Arbeit viel Spaß gemacht und persönlich viel gebracht, ich möchte das knappe Jahr nicht missen“, so der 20jährige als Resümee. Er nimmt jetzt sein Studium „Sporterlebnis und Bewegung“ an der Sporthochschule Köln auf.

Die Absolventen erhalten vom DRK das gesetzliche Höchst-Taschengeld von 348 € monatlich und werden vom Wohlfahrtsverband komplett sozialversichert. Daneben kann Kindergeld an die Eltern gezahlt werden, zumal die meisten Absolventen noch dort wohnen.

Bewerbungen erwünscht, weitere infos beim DRK

Interessierte können ihre schriftliche Bewerbung ab sofort beim DRK einreichen und sollten einen Lebenslauf, Foto, die letzten Schulzeugnisse und eine Kopie des Führerscheines beifügen. Danach werden sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.

Infos beim DRK an der Voedestr. 53 durch Julian Biallas oder telefonisch unter 02327/87017.


Der Bundesfreiwilligendienst ist zum 01.07.2011 in Kraft getreten und hat den bisherigen Zivildienst abgelöst. Bundesweit sind 35.000 Stellen vorhanden, die stets ausgebucht sind. Das DRK bezeichnet den Dienst daher als Erfolgsprojekt und setzt sich auf der politischen Ebene dafür ein, die Zahl der Stellen auszuweiten, um allen Interessierten diese Möglichkeit einzuräumen. Alternativen ist auch das freiwillige soziale Jahr.

Text: Thorsten Junker
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3 Kommentare
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Christoph Niersmann aus Hilden | 28.03.2013 | 17:17  
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Manfred Schuermann aus Essen-Ruhr | 28.03.2013 | 18:49  
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Christoph Niersmann aus Hilden | 28.03.2013 | 20:55  
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