Höntroper Freibad-Saison gerettet

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Zumindest der Badespaß im Freien ist für die Sommersaison im Höntroper Hallenfreibad gesichert. (Foto: Baston)
 
"Ja, wir können die Freibad-Saison am Mittwoch auch in Höntrop aufnehmen", sagt Klaus Retsch, Leiter des Sport- und Bäderamts Bochum.
Bochum: Hallenfreibad Höntrop | Ausgerechnet ein Feuer ließ den Sprung ins kühlende Nass für die Höntroper in diesem Sommer ungewiss werden. Nun hat die Stadt Bochum mitgeteilt, die Freibad-Saison kann am Mittwoch losgehen. Weiterhin fraglich bleibt jedoch der Umgang mit dem Hallenbad nach den Sommermonaten. Denn bis dahin bleibt der Innerraum auf jeden Fall geschlossen.

„Ja, wir werden den Freibadbetrieb am 1. Juni auch in Höntrop aufnehmen. Jedoch nicht als Kombibad“, sagt Klaus Retsch, Leiter des Sport und Bäderamtes. Ein Brand in einer Garage unterhalb der Badanlage hatte im April sowohl die Chlorgasanlage als auch elektrische Leitungen, die Wasserzufuhr und Abwasserabfuhr beschädigt. Seitdem war die Zukunft des Hallenfreibads am Wattenscheider Südpark mehr als ungewiss. Mit Hochdruck wurde vonseiten der Stadt daran gearbeitet, dass die Höntroper doch noch ihre Abkühlung bekommen. „Sogar warmes Wasser haben wir auf die letzte Minute wieder bekommen“, sagt Retsch. Das dürfte bei den aktuellen Temperaturen den einen oder anderen Schwimmfreund besonders freuen.

Wie erfreulich es mit der Halle des Kombibads weitergehen wird, das soll ein abschließendes Gutachten noch in dieser Woche verkünden. Im Raum stehen kostspielige Sanierungsarbeiten. Möglich ist aber auch, dass der Gutachter das Hallenbad wieder freigibt – gewiss dann aber erst nach dem Sommer. „Auf unseren Wunsch wurde bisher zunächst die Technik für den Freibadbereich untersucht. Nun sind die Techniker dabei, die Zuluft- und Abluftkanäle zu begutachten“, sagt Klaus Retsch. Sogenannte Rauchbeaufschlagungen seien dort entstanden, die meist mit Schadstoffentwicklung einhergingen, so der Leiter des Bäderamts. Im schlimmsten Fall könne diese Situation dazu führen, dass man die Luftkanäle erneuern müsse. Dafür müsste die Deckenkonstruktion abgenommen und neue Kanäle eingebaut werden, was eine schwierige Baumaßnahme darstelle. Die Stadt Bochum sei im engen Kontakt mit dem Chemiker, der die Entscheidung zu treffen habe, so Retsch. Sollte dieser für eine Sanierung votieren, würden die Zentralen Dienste einen Zeit- und Kostenplan für die Beseitigung der Schadstoffe erstellen.

Bis dahin können die Höntroper sich einen Sommer wünschen, der gar nicht erst an die Halle denken lässt. Auch die Stadt mit ihren 75 festangestellten Bädermitarbeitern und 30 Saisonkräften erhofft sich wieder an die 171.490 Sommerbesucher aus 2015 anzuknüpfen. „Personell sind wir so aufgestellt, dass alle Freibäder und Hallenfreibäder eröffnen können“, sagt Klaus Retsch. Allerdings müssten krankheitsbedingte Engpässe zwischen den Bädern gelöst werden. So dass es auch mal dazu kommen kann, dass eines der Bäder geschlossen bleiben muss.

Aktuell ist das aufgrund von Ausfällen bis zum 5. Juni im Freibad Werne der Fall. Um den Hallenbadbetrieb in Langendreer und im Unibad sicherzustellen, bleibt das Freibad Werne geschlossen. Dies sei vertretbar, da die Freibereiche der Kombibäder ab Mittwoch zur Verfügung stehen, das Unibad sonst nur eingeschränkt nutzbar wäre und dies zu Lasten der Schulen und Vereine geschähe. Zudem lasse die aktuelle Wettersituation mit starker Gewitterneigung keinen reinen Freibadbetrieb zu, so Retsch.
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