IOC-Präsident Bach kündigt Olympia-Kanal an

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(Foto: Andreas Keuchel / Herausforderung Zukunft)
 
Dr. Thomas Bach mit Initiator Sascha Hellen (r.) (Foto: Andreas Keuchel / Herausforderung Zukunft)

Sascha Hellen, Initiator des Projektes "Herausforderung Zukunft" hat schon viele prominente Gäste in Bochum und Wattenscheid begrüßt, darunter den Dalai Lama, Ex-US-Präsident Jimmy Carter, Bundesminister Sigmar Gabriel, EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, Schriftsteller Orhan Pamuk, der frühere EZB – Präsident Jean-Claude Trichet, Michail Gorbatschow, Fürst Albert von Monaco und der tschechische Staatspräsident Vaclav Klaus. Nun kam erstmals ein Sport – Repräsentant auf Einladung des Projekts in die Stadt, der „Herr der Ringe“, Thomas Bach.



Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees sprach in der Christuskirche am Rathaus Bochum vor rund 250 Gästen über das Thema „Olympic agenda 2020 – Sport und Gesellschaft“. Dabei stellte er seinen Fahrplan für die kommenden Olympischen Spiele vor und kündigte einige Veränderungen an: „Wir werden einen eigenen Fernsehkanal ins Leben rufen, dieser soll eine Plattform für die Sportarten bieten, die nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen. Zudem wollen wir die Jugend erreichen. Im Zeitalter der sozialen Medien müssen auch wir uns verändern, verjüngen. Viele Jugendliche kennen die Olympische Idee nicht, diese wollen wir aber weiter verbreiten.“

Dr. Thomas Bach wurde 1953 in Würzburg geboren. Er ist verheiratet und lebt heute abwechselnd in Lausanne und Tauberbischofsheim.

Er gewann im Fechten bei den Olympischen Spielen 1976 die Goldmedaille und wurde im selben Jahr Weltmeister – ein Titel, den er 1977 verteidigte. Seit 1980 engagiert er sich im Internationalen Olympischen Komitee. 1982 wurde er persönliches Mitglied im Nationalen Olympischen Komitee für Deutschland. Seit 1991 ist er Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees, dessen Präsident er im September 2013 wurde.

Olympia 2024 in Deutschland?


Aktueller hätte das Datum der Bochumer-Rede nicht gewählt werden können. Wenige Stunden zuvor hatten die Medien, basierend auf einer vom DOSB in Auftrag gegebenen Meinungsumfrage, folgende Nachricht verbreitet: laut FORSA liegt Hamburg mit einer Zustimmung der Bürger von 64 Prozent zu einer möglichen Olympiabewerbung vor Berlin mit 55 Prozent.

Kosten für Bewerbungen müssen sinken


„Ich würde mich natürlich freuen, die Spiele in Deutschland zu sehen. Die Kosten für die Bewerbungsverfahren müssen aber sinken. Dem Bewerber sollen nicht nur Auflagen gemacht werden. Vielmehr muss uns der Bewerber genau wissen lassen, was er leisten kann und wie sein Konzept aussieht. Auch wir können liefern. Die Spiele müssen generell ökologischer und nachhaltiger werden. Stadien, die gebaut und später nicht mehr genutzt werden, sind nicht unser Ziel. Wir müssen und wir wollen die Bürger mitnehmen. Olympia ist noch immer ein Fest der Nationen“, so Bach.

Und er ging auch auf Kritik ein, unter anderem man würde zu sehr die Nähe der Sponsoren und eitler Politiker und Regierungschefs suchen: „Überall geistert herum, die Spiele in Sotchi hätten 50 Milliarden Dollar gekostet. Das ist absoluter Blödsinn. Das ist reine Legende. Wir haben hervorragend mit der russischen Regierung zusammengearbeitet und auch das Thema Menschenrechte kommt in der neuen Agenda mehrfach vor. Wir sprechen Themen an. Wir wollen Impulse geben. Sport kann wichtige Brücken bauen, aber er kann und will auch Rechtssysteme nicht ändern. Durch die Olympischen Spiele wurde die Lage der Homosexuellen in Russland weltweit thematisiert. Wir mischen uns nicht ein, aber wir haben dieses Thema zumindest in den Fokus gerückt.“

Nach seinen Ausführungen beantwortete Bach Fragen aus dem Publikum. Dort waren neben dem kompletten DOSB – Präsidium auch Botschafter Rudolf Dreßler, FDP-Chef Christian Lindner, Moderator Werner Hansch, der Generalsekretär des DOSB, Dr. Michael Vesper und die frühere First Lady Bettina Wulff vertreten.
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