"Just Sing": Neues Chorprojekt startet in Leithe

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Singend eine Verbindung schaffen: Das wünschen sich Christiane Hartmann, Anke Wolf und Nina Ermlich (v. l.). (Foto: Petra Anacker)

"Ich habe mir immer ein Projekt gewünscht, in dem sich deutsche und geflüchtete Menschen begegnen können", erklärt Christiane Hartmann, musikalische Leiterin des Chorprojekts "Just Sing". Hierzu fällt am 20. März der Startschuss für alle Interessierten in Leithe.

Um das Projekt, welches künftig immer donnerstags ab 17 Uhr im Pfarrheim St. Johannes, Kemnastraße 14, stattfinden wird, auf den Weg zu bringen, setzte sich Gemeindereferentin Anke Wolf kräftig ein. Innerhalb der Gemeinde wird seit dreieinhalb Jahren aktive Flüchtlingsarbeit geleistet. "Wir hatten bis Herbst letzten Jahres drei Gruppen vor Ort, bis die Flüchtlinge zum gro-ßen Teil in ihre Heimatländer zurückgekehrt sind oder aber in eigene Wohnungen gezogen sind. Aktuell findet in der Gemeinde noch eine Hausaufgabenbetreuung speziell für geflüchtete Kinder statt, ansonsten sind wir eher unglücklich darüber, dass sich die Zusammenarbeit vor Ort durch das Freiziehen der Unterkunft in der Hollandschule mehr oder weniger in Luft aufgelöst hat", so Anke Wolf.
Umso glücklicher war die Gemeindereferentin, als eine Anfrage von den Maltesern, die die Flüchtlingsunterkunft an der Emil-Weitz-Straße 10 betreiben, auf der Suche nach größeren Räumlichkeiten kam. So entstand der Kontakt zu Nina Ermlich, Ehrenamtskoordinatorin und Betreuerin vom Malteser Hilfsdienst. "Ich bin auch zuständig für unsere Integrationsdienste. Hier arbeite ich auch im Projekt Integrationslotse, gefördert vom BAMF, dabei werden Ehrenamtliche geschult. Damit unterstützen wir auch das neue Projekt Just Sing in Leithe", so Ermlich.
Die Dritte im Bunde ist Chorleiterin Christiane Hartmann. Sie ist Lehrerin an der Bochumer Schiller-Schule. Sie hat bereits Erfahrung in der Arbeit mit jungen Geflüchteteten, so eröffnete sie an der Schiller-Schule ein kleines Sprachcafé, um den Einstieg für die Schüler zu erleichtern. "Mein Kapital ist meine Erfahrung in der Chorarbeit und dass es mir ganz gut gelingt, Menschen zusammenzubringen, ohne dass man viel reden muss." Nachdem das Team komplett war, wurden auch die Ehrenamtler mit ins Boot geholt. So wird neben dem Chorangebot zeitgleich eine Mädchengruppe für junge Geflüchtete angeboten, so dass Eltern die Gelgenheit bekommen, die Proben ungestört wahrzunehmen. "Für ein Angebot für Jungen fehlen uns aktuell noch Helfer, schön wäre es, wenn sich hier noch jemand finden würde, der an den Donnerstagnachmittagen ein Angebot gemeinsam mit uns auf die Beine stellt", erklärt Anke Wolf.
Das Chorprojekt selbst richtet sich an Mädchen ab 14 Jahren, Jungen ab 16 Jahren und Erwachsene. Angelegt bis zum 24. Juni, soll "Just Sing" vor allem eins, nämlich Spaß machen. "Wir werden nicht nur singen, sondern auch viel Bewegung in den Chor bringen. So werden wir zunächst mit Body Percussion starten und dann ganz viel mit Vor- und Nachsingen arbeiten, da ich die Sprachen der Teilnehmer nicht sprechen kann", erläutert Christiane Hartmann das flexible Konzept.
Angesprochen sind generationsübergreifend alle Deutschen und Flüchtlinge, dabei wünschen sich die Initiatorinnen vor allem Teilnehmer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, um im Bewegungsbereich aktiv zu arbeiten.
Gesungen werden Pop, Gospel, Spirituals sowie deutsche Volkslieder. Dabei wird sich die Chorleiterin zunächst ein Bild der Gruppe machen und dann passende Stücke anbieten.
Den großen Auftritt werden die Projektteilnehmer dann am 25. Juni während des Gemeindefestes von St. Johannes haben.

Überblick
 Die Proben des Projektchors "Just Sing" finden vom 20. April bis zum 24. Juni immmer donnerstags (Feiertage ausgenommen) in der Zeit von 17 bis 18.30 Uhr im Pfarrheim St. Johannes, Kemnastraße 14, statt.
 Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich, sondern wird während des ersten Probentermins durchgeführt.
 Weitere Informationen gibt es hieroder per E-Mail unter anke.wolf@just-sing.info.
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